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Japanische Polizei will Führerscheine direkt bei Kontrollen einziehen dürfen

Härtere Gangart gegen Straßenrowdys

Die japanische Polizei fordert, dass ein Gesetz geändert wird, damit sie Führerscheine von rücksichtslosen Fahrern direkt einziehen kann.

Da Fälle von rücksichtslosen Autofahrern in den letzten Jahren zugenommen haben, soll diese Maßnahme abschrecken.

Führerschein wird derzeit nicht eingezogen

Derzeit kann der Führerschein nicht direkt einbezogen werden – es sei denn, das rücksichtsloses Fahren führt zum Tod oder zu Verletzungen.

Fahrer werden für gefährliche Handlungen wie zu dicht auffahren, wiederholtes Wechseln zwischen den Fahrspuren oder plötzliches Bremsen bestraft. Sie verlieren jedoch nicht ihren Führerschein, außer sie verletzen wiederholt die Verkehrsregeln.

Selbst dann haben diejenigen, die rücksichtslos genug fahren, um eindeutig eine große Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer darzustellen, nur mit einer Sperre für 180 Tage zu rechnen.

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Japan denkt über strengere Strafen für Straßenrowdys nach

Die Polizei prüft derzeit Möglichkeiten, um Führerscheine für fahrlässiges Fahren zu entziehen, indem sie beispielsweise die Strafbestimmungen für Fahrer überarbeitet, bei denen zu befürchten ist, dass sie weiterhin einen gefährlichen Fahrstil an den Tag legen.

Immer mehr tödliche Unfälle

Die öffentliche Besorgnis über das rücksichtslose Verhalten von Autofahrern wuchs nach einem aufsehenerregenden Straßenrennen im Jahr 2017 in der Präfektur Kanagawa, bei dem ein Fahrer einen Minivan zwang, auf der Überholspur des Tomei Expressway anzuhalten. Der Van wurde von einem Lastwagen gerammt.

Bei dem Unfall starben der Fahrer und seine Frau. Die Tochter, die ebenfalls im Van saß, wurde schwer verletzt. Das Bezirksgericht Yokohama verurteilte den 27-jährigen Fahrer Ende letzten Jahres zu 18 Jahren Gefängnis.

Im Anschluss an diesen Vorfall sandte die Polizeibehörde im Januar 2018 Anweisungen an die Präfektur, um Verstöße gegen die Straßenverkehrssicherheit zu bekämpfen und bestehende Bestimmungen strenger anzuwenden.

Rücksichtsloses Fahren hat in Japan stark zugenommen

Die Zahl der Verkehrsverstöße im Zusammenhang mit rücksichtslosen Fahren hat sich im vergangenen Jahr auf rund 13.000 verdoppelt.

Auch andere gewalttätige Vorfälle im Straßenverkehr wurden häufig gemeldet, darunter der Tod eines Universitätsstudenten. Der Student wurde auf seinem Motorrad im Juli vergangenen Jahres von einem wütenden Autofahrer angefahren.

Diesen August wurde ein Fahrer verhaftet, weil er auf dem Joban Expressway in der Präfektur Ibaraki rücksichtslos gefahren ist und einen anderen Fahrer geschlagen hatte.

Im September feuerte ein Fahrer in einem Anfall von Wut auf dem Tomei Expressway in der Präfektur Aichi eine Luftpistole ab. Der Mann wurde wegen Verdachts auf Sachschaden festgenommen.

TJT

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