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Schüler sollen noch in dem aktuellen Schuljahr PC´s bekommen

Japanische Präfektur will alle Grund- und Mittelschüler mit Computern ausstatten

Da der Online-Unterricht wegen der Pandemie in Japan immer mehr zunimmt, plant die Präfektur Hyogo nun, bis Ende des aktuellen Schuljahres alle Schüler von Grund- und Mittelschulen mit je einem Computer auszustatten.

Einige Schulen in den Städten Awaji und Minamiawaji organisierten im Mai interaktive Online-Kurse mit Schülern, während die Schulen geschlossen waren. Die Präfekturhauptstadt Kobe ließ einige Schulen im Juni für eine kurze Zeit Heimaktivitäten über Haushaltscomputer und -geräte testen.

Computer soll Unterricht auch bei geschlossenen Schulen ermöglichen

Die Mehrheit der öffentlichen Grund- und Mittelschulen in der Präfektur Hyogo waren aufgrund der Verbreitung des Coronavirus von März bis Mai für drei Monate geschlossen.

Die Sicherung der Unterrichtsmöglichkeiten wurde zu einer dringenden Aufgabe und die japanische Regierung, die jedem Schüler einen PC bis 2023 aushändigen wollte, beschleunigte das Verfahren.

Mehr zum Thema:  Bildungsministerium will Computer für japanische Schulen im Ausland zur Verfügung stellen

Unter den 41 Stadtverwaltungen der Präfektur hatte die Stadt Awaji bis zum Sommer die Verteilung von Computern an alle Schüler der Mittel- und Grundschule in der vierten Klasse oder darüber abgeschlossen, während die Schüler der ersten, zweiten und dritten Klasse bis Dezember 2020 Computer erhalten werden.

Die Stadt Inagawa schloss die Verteilung an alle Schülerinnen und Schüler im Juli ab. Die Computerausrüstung wird im August an die Städte Kasai und Kato sowie im September an die Stadt Kamikawa geliefert. Die Stadt Kasai plant, sie ab dem 1. Oktober einzusetzen.

Unter den bevölkerungsreichen Städten wird Himeji ab Anfang September mit dem Online-Unterricht in Schulen beginnen und plant, die Verteilung von etwa 40.000 PC´s an die Studenten bis Februar 2021 abzuschließen.

Die Stadt Kobe, die 120.000 Computer für ihre Schüler benötigt, will bis Ende Oktober Geräte an Sechstklässler und Schüler der dritten Klasse der Mittelstufe und im Februar 2021 an andere Schüler verteilen.

Die Stadt Amagasaki hatte ursprünglich beabsichtigt, bis zum akademischen Jahr 2022 Geräte an Erst-, Zweit- und Drittklässler zu verteilen, will dies nun aber innerhalb dieses akademischen Jahres tun. Die Stadt Nishinomiya plant, die Verteilung während des laufenden Schuljahres abzuschließen, indem sie bereits ab November Computer aushändigt.

Gegenwärtig sind in der Präfektur Hyogo etwa 410.000 Schüler in öffentlichen Grund- und Mittelschulen eingeschrieben. Die Zahl der Computer, die bis Juni verteilt worden waren, belief sich auf etwa 26.000 oder 6 Prozent der Gesamtzahl. Es wird daher erwartet, dass die Verteilung der Geräte ab September rasch voranschreiten wird.

Lehrer müssen für Unterricht am PC geschult werden

Während in den öffentlichen Schulen Vorkehrungen für die Verteilung von Computern getroffen werden, nannten die Behörden von 35 Städten der Präfektur Hyogo die Verbesserung der Computerkenntnisse der Lehrer als ein Thema, das in Zukunft angegangen werden sollte.

Lehrer und Angestellte in der Schule benutzen Computer in der Schule hauptsächlich für die Erstellung von Dokumenten und die Eingabe von Noten, der Wissensstand bei Lernsoftware und Internetnutzung bei Lehrern und Mitarbeitern ist allerdings unterschiedlich.

Die Ausbildung von Lehrern und anderen Mitarbeitern an Schulen wird daher in jeder Gemeinde in großem Umfang durchgeführt.

Die Stadtverwaltung von Himeji hat im Juli damit begonnen, zusätzlich zu ihrem bestehenden Programm zur Entsendung von Mitarbeitern zur Unterstützung der Informations- und Kommunikationstechnologie in die Schulen Anfängerkurse für Lehrer und Mitarbeiter abzuhalten, die Schwierigkeiten bei der Benutzung von Computern haben. Der Kurs lehrt Pädagogen den Umgang mit Software, die den Schülern das Lernen erleichtert.

Gleichzeitig überlegen die Kommunen immer noch langsam, wie sie mit dem Online-Unterricht vorankommen können. Ein Vertreter der Stadtverwaltung von Kobe sagte zu dem Thema: „Es stellt sich auch die Frage, ob Kinder 30 bis 40 Minuten am Stück vor einem Bildschirm sitzen bleiben können“.

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