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Japanische Professoren versuchen weiter Rückkehr von chinesischem Kollegen zu erreichen

Petition soll eine Rückkehr des Akademikers erwirken

Seit Ende letzten Jahres ist eine Gruppe von japanischen Akademikern sehr besorgt. Ein sehr geschätzter chinesischer Kollege reiste nach China und verschwand dann ohne eine Spur. Nachdem die chinesische Regierung angegeben hatte, dass sie nichts über den Verbleib des Mannes weiß, wollen die Forscher nun mit einer Petition eine Rückkehr erwirken.

Die Gruppe aus Kollegen, Studenten und Freunden unter der Leitung von Professorin Hibiki Momose reichte am Donnerstag eine Petition beim chinesischen Generalkonsulat in Sapporo ein. Die Petition mussten sie im Briefkasten hinterlassen, da sie ohne Termin nicht ins Konsulat durften. Sie bitten in ihr, dass der chinesische Wissenschaftler wieder zurück nach Japan kommt und wieder an der Hokkaido-Universität arbeiten kann. Er habe zur freundschaftlichen Beziehung zwischen Japan und China beigetragen. Ebenfalls habe er laut Petition chinesischen Studenten geholfen, an der Universität zu arbeiten. Momose hofft, dass er sobald wie möglich wieder in Japan ist.

China hält Akademiker vermutlich fest

Seit mehr als sechs Monaten ist der Wissenschaftler verschwunden, nachdem er zur Beerdigung seiner Mutter im Juni nach China reiste. Der Kontakt zu der Universität und den Kollegen ist weiterhin komplett abgebrochen. Die letzten Informationen, die es gibt, stammen von seiner Frau. Sie gab an, dass er wegen einer Krankheit behandelt wird. Seine japanischen Freunde befürchten hingegen, dass er von den chinesischen Behörden aus ungeklärten Gründen festgehalten wird.

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Es wäre nicht das erste Mal, dass China Akademiker festhält. Letzten September wurde Professor Nobu Iwatani von der Hokkaido-Universität in China festgenommen. Nachdem er den Vorwurf der angeblichen Spionage gestand und sich die japanische Regierung für ihn einsetzte, kam er im November wieder frei.

Da es sich bei dem aktuellen Fall um einen chinesischen Bürger handelt, könnte die Situation weitaus schwieriger sein. Er wurde 1955 in der chinesischen Provinz Jilin geboren. An der Hitotsubashi-Universität in Tokyo studierte er Rechtswissenschaften und lebte dauerhaft in Japan. Später wechselte er zur Hokkaido-Universität, wo er seit mehreren Jahren als Experte für ostasiatische politische Geschichte unterrichtet.

MS

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