Japanische Pyrotechnikerin will Kinder in Ecuador mit Feuerwerk inspirieren

Japan ist für seine beeindruckenden Feuerwerke und seine Pyrotechniker bekannt. Das Erlebnis eines solchen japanischen Feuerwerkes will Ayumi Miyaura nun mit den Menschen in Ecuador teilen. Vor allem den Kindern will sie Mut machen und sie für die Zukunft inspirieren.

Schon lange plant sie ein Event für Ecuador, begann mit der Planung bereits 2004. Jedoch musste die 34-Jährige feststellen, dass der Transport der Feuerwerkskörper ein großes Problem ist. Sie kam auf die Idee der Veranstaltung, als Miyaura 2004 das Land für sechs Monate besuchte. Sie arbeitete als Freiwillige in einer Kindertagesstätte in einem Gefängnis in Quito. Miyaura sah dabei viele Kinder, die mit ihren Müttern in einem Gefängnis leben und erfuhr, dass viele von ihnen ebenfalls kriminell werden.

Die Botschaft unterstützt das Projekt

Bestürzt von der Situation und der Tatsache, dass die Kinder oft keine Zukunft haben, kam sie auf die Idee eines Feuerwerks. Das bunte Spektakel am Himmel soll die Kinder inspirieren, ihnen eine Stimme geben und zeigen, dass die Zukunft durchaus etwas Gutes bietet. Mit dem Projekt hofft sie, sie von der kriminellen Laufbahn abzuhalten. Bei einem Feuerwerk sind alle gleich und bewundern zusammen die Schönheit. 2012 half sie in Ecuador örtlichen Pyrotechnikern bei einem Event.

Finanziell konnte sie erst 2015 mit ihrem großen Projekt beginnen, als sie eine Crowdfunding-Kampagne startete. Mithilfe eines Kollegen veranstaltete sie unter anderen Workshops und sammelte Geld. Bis jetzt konnte sie sich ihren Traum noch nicht erfüllen, kam ihm allerdings diesen Sommer ein großes Stück näher.

Miyaura erhält Unterstützung von der Botschaft von Ecuador in Tokyo und dem Freundschaftsprojekt zwischen dem Land und der Stadt Inawashiro in der Präfektur Fukushima. Japan und Ecuador verbindet nämlich mehr als manche denken. Inawashiro ist die Heimatstadt des Forschers Hideyo Noguchi, der 1918 nach Ecuador reiste und das Gelbfieber bekämpfte. Noch heute ist er bekannt in vielen Regionen und die Hauptstadt Quito ist angeblich nach ihm benannt.

Die Städte feierten ihr 100-jähriges Freundschaftsjubiläum

Inawashiro fühlt sich tief mit Ecuador verbunden und widmete dem Land dieses Jahr das Feuerwerk im August. Kinder aus beiden Ländern schrieben ihre Wünsche auf Zettel, die mit Raketen beim Fest in den Himmel geschickt wurden. Zusätzlich waren einige Ecuadorianer zu Gast, die beeindruckt das Spektakel verfolgten. Zwar kennen sie Feuerwerkskörper, jedoch nicht auf dem professionellen Niveau wie in Japan.

Obwohl es dieses Jahr in Ecuador kein großes Feuerwerk gab, konnten sich die Bewohner das Fest von Inawashiro ansehen. Beim Japan-Festival zum 100. Jubiläum der Freundschaft zwischen Japan und Ecuador im August in Quito zeigte die Botschaft Aufnahmen vom Feuerwerk. Vor Ort versprach Miyaura erneut, ein großes Feuerwerk in Ecuador zu veranstalten.

Toru Kodaki vom Jubiläumskomitee und ehemaliger japanischer Botschafter in Ecuador war zuerst skeptisch. Zu Beginn dachte er, dass das Projekt eine einmalige Sache ist. Als er jedoch bemerkte, wie viel Arbeit und Herz beide Länder investierten, änderte er seine Meinung. Mittlerweile ist Kodaki sicher, dass das Feuerwerk einen bleibenden Eindruck bei den befreundeten Ländern hinterlässt. Der Botschafter von Ecuador, Jaime Barberis, teilt seine Meinung. Beeindruckt von der Veranstaltung in Inawashiro ist er sich sicher, dass das Projekt die Menschen verbindet.

Quelle: Kyodo

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