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HomeNachrichten aus JapanJapanische Raumfahrtbehörde verschiebt den Start der neuen H3-Raketen

Technische Probleme am Raketentriebwerk

Japanische Raumfahrtbehörde verschiebt den Start der neuen H3-Raketen

Der für Ende März 2021 geplante Jungfernflug von Japans neuen H3-Raketen wurde wegen technischer Probleme verschoben. Während eines Triebwerktests wurden Fehler entdeckt, teilte die japanische Raumfahrtbehörde am Freitag mit. Damit verschiebt sich der Start der neuen Generation von H3-Raketen.

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Die H3-Rakete ist eine mit Flüssigtreibstoff betriebene Mehrstufenrakete, die nur einmal verwendet werden kann. Nach dem Abheben fallen die einzelnen Raketenstufen ab und landen im Meer oder verglühen in der Atmosphäre. Diese Art von Rakete wird auch „Wegwerfrakete“ oder „Einwegrakete“ genannt. Mitsubishi und die JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) sind verantwortlich für die Entwicklung, Konstruktion und Operation der H3-Rakete.

Neuer Start-Termin steht bereits fest

Die japanische Raumfahrtbehörde plant nun, dass der Start der ersten H3-Rakete im April 2021 und der Start der zweiten H3-Rakete im zweiten Halbjahr von 2022 stattfinden soll. Jede Rakete wird einen Wettersatelliten in den Weltraum befördern.

Abheben werden die Raketen vom Raumfahrtzentrum Tanegashima, einer Insel die ca. 40 km südöstlich von Kyushu liegt. Im Mai startete bereits eine H2B-Rakete aus Tanegashima, um Vorräte zur ISS zu schicken.

Die H3-Rakete wird in unterschiedlichen Konfigurationen gebaut, um mit verschiedenen Nutzlastgrößen und Umlaufbahnen zurechtzukommen. Bild: JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency)
Die H3-Rakete wird in unterschiedlichen Konfigurationen gebaut, um mit verschiedenen Nutzlastgrößen und Umlaufbahnen zurechtzukommen. Bild: JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency)
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In verschiedenen Konfigurationen wird die H3-Rakete gebaut. Es gibt zwei Verkleidungen (Small/Large), zwei oder drei Einheiten für die Triebwerke der ersten Stufe (LE-9) und null, zwei oder vier Feststoffraketen-Booster (SRB-3), um mit verschiedenen Nutzlastgrößen und deren Umlaufbahnen zurechtzukommen. Die erste H3-Rakete wird in der Konfiguration H3-22S starten.

Technische Probleme mit dem Raketentriebwerk

Beim achten Test des Raketentriebwerks LE-9 im Mai dieses Jahres wurden viele technische Probleme festgestellt, teilte die japanische Raumfahrtbehörde mit. Ein Dutzend Löcher im Inneren der Brennkammer und ein Riss an einer Turbine wurden dokumentiert.

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Der Test sollte überprüfen wie sich das Triebwerk unter härteren Bedingungen als normal verhält. „Das Ergebnis war jenseits dessen, was wir basierend auf unseren Erfahrungen und unseres Wissens vorhersehen konnten“, sagte Masashi Okada, der Projektleiter der JAXA bei einer Pressekonferenz.

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