Stats

Anzeige
Home News Japanische Regierung denkt über Schließung von Unternehmen in Tokyo nach

Saitama lässt bereits bestimmte Unternehmen schließen

Japanische Regierung denkt über Schließung von Unternehmen in Tokyo nach

Laut Japans Minister für wirtschaftliche Wiederbelebung überlegt die japanische Regierung Unternehmen in Tokyo und den benachbarten Präfekturen Kanagawa, Saitama und Chiba, je nachdem Ausmaß der COVID-19-Infektionen, aufzufordern, zu schließen.

„Um eine Situation zu vermeiden, in der Menschen in die drei Präfekturen strömen, wenn sie in Tokyo nicht ausgehen können, wäre es wichtig, dass der gesamte Großraum Tokyo Maßnahmen ergreift“, so Nishimura am Sonntag auf einer Pressekonferenz. „Wir müssen über Anträge auf Geschäftsaussetzung nachdenken, während wir die Infektionssituation überwachen.“

Saitama lässt wieder Unternehmen schließen

Die Präfektur Saitama ist der Regierung allerdings einen Schritt voraus und hat am Montag bereits Anträge für die Schließung von Clubs, Hostessenbars und einigen Restaurants gestellt, die keine angemessenen Maßnahmen ergriffen haben, um eine Infektion zu verhindern.

Die japanische Regierung sucht im Moment nach Möglichkeiten, die Präventivmaßnahmen zur Bekämpfung der jüngsten Zunahme von Infektionen im Großraum Tokyo zu verstärken.

Mehr zum Thema:
Japan öffnet sich weiter - trotz steigender Neuinfektionen

Tokyo bestätigte in den letzten vier Tagen jeweils über 200 Neuinfektionen, am Montag ging die Zahl wieder herunter auf 119 Infektionen.

Betroffen sind insbesondere Menschen in den 20er und 30er-Jahren, die Bars und Clubs besucht haben, allerdings nehmen die nicht zurückverfolgbaren Fälle zu und auch neue Infektionscluster in Firmen, Krankenhäusern und Kindergärten wurden bestätigt.

Die Präfektur Kanagawa meldete sowohl am Freitag als auch am Samstag über 30 Fälle, bevor sie am Sonntag auf 23 zurückging.

Chiba bestätigte am Sonntag 32 neue Fälle, die höchsten seit Aufhebung des nationalen Ausnahmezustands Ende Mai.

Regierung unterstützt Saitamas Entscheidung

Die Anträge in Saitama auf Geschäftsschließung, die sich auf Artikel 24 stützen, wurden am Sonntag von Gouverneur Motohiro Ono bekannt gegeben, nachdem die tägliche Infektionszahl der Präfektur am dritten Tag in Folge auf über 30 angestiegen ist.

Nishimura begrüßte Saitamas Schritt und nannte ihn eine wirksame Maßnahme. Er sagte, die Regierung hoffe, solche Bemühungen der Präfekturregierungen unterstützen zu können. Dazu gehöre auch die Initiative Tokyos, Menschen, die in  Clubs und anderen Einrichtungen arbeiten, zu ermutigen, sich Polymerase-Kettenreaktionstests zu unterziehen.

Der Minister sagte, er sei sehr besorgt über die Tatsache, dass landesweit über COVID-19-Fälle berichtet wird. Er wiederholte seine Forderung nach Anstrengungen zur Vermeidung der drei Cs,  um die Ausbreitung des Virus, insbesondere bei älteren Menschen, zu verhindern.

TJT

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige