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Japanische Regierung spielt ein riskantes Spiel im Streit mit Südkorea

Japanische Regierung spielt ein riskantes Spiel

Auf politischer Ebene streiten sich Japan und Südkorea, auch die Bevölkerung beider Länder ist nicht gut auf das jeweils andere Land zu sprechen. Bei der jüngeren Generation in Japan sieht das aber ganz anders aus.

Die Kluft zwischen beiden Ländern spürt insbesondere die Industrie. In Südkorea werden japanische Produkte boykottiert und die japanische Regierung hat den Export für einige Produkte erschwert.

Eine koreanische Restaurantkette, die japanische Küche serviert, verzeichnete einen Umsatzrückgang von 20 Prozent. Verkäufe von Bier und Kosmetika sind um ca. 20 Prozent gesunken und die japanische Autoindustrie ist auch nicht mehr beliebt.

Südkorea bei der japanischen Jugend hoch im Kurs

Doch das alles berührt die Popkultur nicht.

Eine japanische Tageszeitung fragte bei japanischen Teenagern nach und bekam als Antwort, dass Südkorea modischer ist als Japan. Einige lernen die koreanische Sprache und trotz der diplomatischen Krise, erlebt Japan seine dritte koreanische Welle.

Die erste Welle begann um 2003 mit der Popularität der TV-Seifenoper „Wintersonate“. Die zweite Welle wurde um 2011 ins Leben gerufen, als K-Pop-Gruppen wie TVXQ und Girls ‚Generation auf dem Musikwettbewerb von NHK zum Jahresende auftraten. Laut einem Trend-Tracking-Unternehmen ist die dritte Welle jedoch noch größer.

Die ersten beiden Wellen beschränkten sich auf bestimmte Bereiche der Popkultur, während die aktuelle Welle ein breites Spektrum abdeckt, von Idolen über Kosmetika bis hin zu Lebensmitteln.

Laut der Unternehmensumfrage unter 180 Frauen im Alter zwischen 10 und 30 Jahren gaben 90 Prozent der Mädchen im Teenageralter an, dass Südkorea die Quelle aller aktuellen Trends ist, denen sie folgen.

Soziale Medien immun gegen politische Berichterstattung

Der Hauptgrund dafür sind soziale Medien, die gegen die Politisierung der Beziehungen zwischen Südkorea und Japan immun sind, die die Berichterstattung der Mainstream-Medien kennzeichnet. Junge Leute schenken den großen Medien wenig Beachtung. Ebenso haben Leute, die nicht in den sozialen Medien sind, keine Ahnung von dieser dritten koreanischen Welle.

BTS, die erfolgreichste K-Pop-Gruppe in der Welt, feiert im Moment zum vierten  Mal in Folge eine Nummer 1 Single in Japan. Direkt nach der Veröffentlichung am 3. Juli erzielte die Band einen neuen wöchentlichem Verkaufsrekord laut Oricon Inc.

Nach jüngsten Daten des East Asia Institute und der gemeinnützigen Organisation Genron haben 31,7 Prozent der Südkoreaner ein positives Bild von Japan, während nur 20 Prozent der Japaner das gleiche Bild von Südkorea haben.

Ein Verhältnis, das so nicht zu stimmen scheint, wenn man die Verbraucherreaktionen betrachtet.

Japanische Regierung spielt ein riskantes Spiel

Südkorea ist derzeit eindeutig im Nachteil, aber Japan könnte langfristig wirtschaftlich verlieren, denn Südkorea plant bereits Vergeltungsmaßnahmen. Die japanische Presse charakterisiert das derzeitige koreanische Volksgefühl als anti-japanisch. Die Frage ist allerdings, ob sich die japanische Regierung nicht eher schädlich für das Land verhält, denn offensichtlich will sie punkten und nicht auf eine Lösung des Konflikts hinarbeiten.

Wenn man bedenkt, dass Japan 2018 einen Handelsüberschuss gegenüber Südkorea in Höhe von etwa 2,24 Billionen Yen aufwies, geht die japanische Regierung ein großes Risiko ein.

Quelle: TJT

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