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Japanische Regierung will Überreste von Opfern der Okinawa-Schlacht testen

Japan – Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales hat bekannt gegeben, dass sie die Überreste an den Gedenkstätten in Okinawa prüfen wollen.

Die Gedenkstätten in Okinawa erinnern an die schwere Schlacht in Okinawa 1945, bei der rund 180.000 Japaner ihr Leben verloren. Bis heute konnten nur wenige Überreste der Verstorbenen zugeordnet werden. Doch dank eines neuen DNA-Tests, der sich auf die Verifizierung von Überresten beschränkt, die nicht verbrannt wurden, sollen viele der Überreste zugeordnet werden. Die meisten der Überreste wurden von den Gedenkstätten auf einen nationalen Friedhof verlegt, aber die Entdeckung von Überresten an Gedenkstätten in den vergangenen Jahren hat das Ministerium veranlasst, die Untersuchungen voranzutreiben.

Insgesamt gibt es in der Präfektur Okinawa 440 Gedenkstätten, sodass auch noch einige Überreste gefunden werden könnten. Eine lokale Freiwilligen-Gruppe, die die Überreste der Gefallenen sammelt, freut sich bereits über die Entwicklung und hofft, dass sie bei der Rückkehr zu den Hinterbliebenen helfen können. Doch nicht alle Überreste wurden zum nationalen Friedhof verlegt, einige wurden auch verbrannt und sind somit nicht mehr testbar. Durch den neuen DNA-Test wurden bisher fünf Identitäten in Okinawa bestätigt, basierend auf Überresten, die in Gebieten wie denen, die neu erschlossen werden, gefunden wurden.

Momentan müssen die Forscher und die Regierung noch herausfinden, welche Gedenkstätten oder ehemaligen Gedenkstätten Überreste der Opfer der Okinawa Schlacht aufweisen, da der Leiter der Freiwilligen-Gruppe der Gamafuya, Takamatsu Gushiken, sagte, dass es auch andere Denkmäler gibt, die Überreste haben. Ein Staatsminister für Gesundheit, Arbeit und Soziales sagte in einem Interview mit Mainichi Shimbun, dass sie die Situation in Bezug auf die Überreste klar erfassen wollen. Allerdings hat die Zentralregierung eine Reihe von Anforderungen an DNA-Tests festgelegt.

So beschränkt sich die Ermittlung der Identität der Toten auf Zähne und Gliedmaßen, weshalb beispielsweise keine Überreste bei „Nanboku-no-to“ getestet werden können. Dort wurden die Überreste von mehreren hundert Menschen 2013 an die Präfektur-Regierung von Okinawa übergeben, da sich die Anwohner nicht mehr um das Denkmal kümmern konnten und es so nicht eindeutig ist, welche Überreste zu welcher Person gehören.

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