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Mehrheit verzichtet auf ein Outing

Japanische Regierungsmitarbeiter, die sich als LGBTQ+ identifizieren, berichten von Diskriminierungen

In Japan gehören LGBTQ-Personen oft zu den unsichtbaren Mitgliedern der Gesellschaft. Eine Umfrage beschäftigte sich nun mit Gemeindegewerkschaftsmitgliedern, die sich als LGBTQ+ identifizieren, und wie ihre Arbeitssituation zurzeit ist.

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Der Gewerkschaftsverband All-Japan Prefectural and Municipal Workers Union (Jichiro) führte die Umfrage zwischen diesem April und Juni durch. 65.000 Mitarbeiter von Lokalregierungen und aus dem Sektor des öffentlichen Dienstes wurden für die Befragung ausgesucht, wobei um die 19.000 von ihnen antworteten.

Beleidigungen und Diskriminierungen am Arbeitsplatz

Von ihnen identifizierten sich 6,6 Prozent als LGBTQ+. Sie wurden anschließend zu ihren Arbeitsbedingungen gefragt und wie weit sie Diskriminierungen erfahren. 7,9 Prozent sagten, dass sie Mobbing am Arbeitsplatz oder arbeitsbedingte Trinkparts erfahren. Im Vergleich zu den anderen Befragten ist das zehnmal so viel.

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Viele gaben an, dass sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentität beleidigt werden. Auch werden einige dazu gezwungen Uniformen zu tragen, die nicht mit ihrer Geschlechtsorientierung übereinstimmen. Es wundert deswegen nicht, dass nur 1,9 Prozent der Befragten sich am Arbeitsplatz geoutet haben. Allgemein outen sich in Japan nur wenige Menschen auf der Arbeit, da nur wenig Unternehmen Unterstützung anbieten.

Lokalregierungen sollen LGBTQ-Personen mehr unterstützen

Von der anderen Gruppe gaben 90,9 Prozent an, dass sie nichts gegen Kolleginnen und Kollegen hätten, die sich als LGBTQ+ ansehen. Dazu sagten 13,9 Prozent, dass sie an ihrem Arbeitsplatz bereits mit sexuellen Minderheiten zu tun hatten. Gleichzeitig sagten davon aber 62,1 Prozent, dass sie sich nicht sicher sind, ob sie angemessen mit ihnen umgegangen sind und 6,4 Prozent sagten sogar, dass sie nicht mit ihnen klarkamen.

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Jichiro hat sich nun vorgenommen, dass mit den Ergebnissen der Umfrage Lokalregierungen helfen, damit sie ihre Politik anpassen können, um sexuelle Minderheiten besser zu unterstützen. Der Gewerkschaftsverband hat sich allgemein vorgenommen, den Menschen von unten nach oben gute Dienstleistungen zu bieten, indem sie solche Gesellschaftsproblem beseitigen.

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