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Japanische Rentenerfassung wurde in China bearbeitet

Japan – Ein in Tokyo ansässiges Unternehmen für Informationsverarbeitung hat unzählige Rentenerfassungsdaten nach China weitergeleitet.

Das Unternehmen war damit beauftragt, die persönlichen Daten von rund fünf Millionen Rentnern zu überprüfen. Doch einen Teil dieser Aufgabe hat die Firma an ein chinesisches Unternehmen ausgelagert. So hat das Unternehmen einen Vertragsbruch begangen, da es keine Unterverträge verteilen durfte, wie der Japan Pension Service mitteilte. Der Japan Pension Service untersuchte den Fall und das Outsourcing im Vordergrund, da im Februar rund 1,3 Millionen Menschen weniger Rentenleistungen erhielten.

Da die Einkommenssteuervergünstigung nicht ausreichend berücksichtigt wurde, erhielten die Rentner weniger Geld als ihnen zusteht. Da das Renten-Verwaltungsorgan mit einer Reihe von Misswirtschaften im Zusammenhang mit der Rentenaufzeichnung konfrontiert wurde, untersuchten sie, ob die Beteiligung des chinesischen Unternehmens die geringeren Rentenzahlungen im Februar verursachte. Der Chef des Japan Pension Service, Toichiro Mizushima, sagte am Dienstag vor einem parlamentarischen Ausschuss, dass die chinesische Firma nur die Namen der abhängigen Familienmitglieder der Rentenempfänger eingetragen habe und es somit kein Risiko eines Datenlecks geben würde.

Allerdings wurden bei der Prüfung der Angelegenheit einige Verzögerungen und Fehler bei der Dateneingabe durch das in Tokyo ansässige Informationsverarbeitungsunternehmen Say Kiaku festgestellt. Mizushima bot später eine Entschuldigung für die Rentner wegen der falschen Zahlungen an. Laut dem Präsidenten von Say Kiaku, Seiichi Kirita, wurde die chinesische Firma einbezogen, weil sie zur Firmengruppe gehöre, aber keine Kapitalgleichheit zwischen den beiden Unternehmen existiere. Als Say Kiaku im August 2017 den Vertrag mit der Pensionskasse unterzeichnete, versprach das Unternehmen 800 Personen für die Dateneingabe einzustellen.

Bis Oktober 2017 hatte das Unternehmen aber erst knapp über einhundert Mitarbeiter eingestellt. Nachdem bekannt worden war, dass die Daten weitergegeben wurden, hat sich die japanische Regierung entschieden, die Einführung des neuen Systems zur gemeinsamen Nutzung von Pensionsdaten zwischen der Zentralregierung und den Kommunen zu verschieben. Es sollte eigentlich ab diesem Monat genutzt werden. Das System, bei dem alle Japaner eine von der Regierung vergebene Identifikationsnummer erhalten sollten, soll das Verfahren im Zusammenhang mit der Altersversorgung vereinfachen.

Im Rahmen des Systems werden alle Einwohner Japans eine 12-stellige Identifikationsnummer erhalten. Auch Say Kiaku arbeitete an My-Nummer bezogenen Informationen der fünf Millionen Rentner, doch diese Daten sollen nicht an den chinesischen Subunternehmer weitergereicht worden sein. Nun soll die Einführung des neuen Systems verschoben werden, bis die Überprüfungen aller Outsourcing-Arbeiten im Auftrag des Japan Pension Service abgeschlossen sind. Bereits im Mai 2015 kam es zu einem massiven Datenleck aufgrund von Cyberattacken, weshalb das neue System damals verschoben wurde.

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