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Japanische Schüler träumen davon, K-Pop-Idols zu werden

Mit dem Traum, Vertretern von K-Pop nachzueifern, die sie so sehr bewundern, nehmen immer mehr junge Japaner Gesangs- und Tanzunterricht. Aus diesem Grund hat eine Musikberufsschule in Osaka einen speziellen Kurs für dieses Unterhaltungsgenre gestartet. Die Teilnehmer möchten eines Tages das Debüt auf der südkoreanischen Bühne erreichen.

K-Pop ist ein Wort, das verwendet wird, um die aktuelle Form der populären Musik in Südkorea zu bezeichnen. Sie zeichnet sich durch ihre hochpräzise Choreographie aus.

Die schnelle Verbreitung der Popularität von K-Pop auf der ganzen Welt widerlegt den aktuellen eisigen Zustand der politischen Beziehungen zwischen Japan und Südkorea.

In Japan landeten zwei südkoreanische Gruppen – BTS und Twice – in den Top 10 der Oricon-Album-Rankings für das Jahr 2018.

Die Osaka School of Music (OSM), eine Berufsschule auf Gymnasialniveau, hat letztes Jahr auch einen K-Pop-Kurs angefangen. Ungefähr 20 Schüler sind beigetreten, um sich den Weg zum Ruhm zu bahnen.

Ziel der japanischen Schüler – Debüt in Südkorea

Mizuki Sasai, eine 16-jährige Schülerin, erzählte über ihre Wünsche: “Was mich an K-Pop anspricht, ist die perfekte Synchronisation von Tanz und Gesangskunst. Mein Ziel ist es, nach meinem Abschluss nach Südkorea zu reisen.”

Da das ultimative Ziel ein Debüt in Südkorea ist, beinhaltet der Kurs auch Koreanischunterricht. Im vergangenen Frühjahr begannen drei Schulen in Osaka, Tokyo und Fukuoka gleichzeitig mit dem Unterricht. Etwa 40 japanische Schüler sind dann gleich beigetreten.

“Es gab viele Studenten, die K-Pop machen wollten”, sagt OSM-Vizepräsidentin Akiko Inamura. “Wir haben mit dem Kurs begonnen und schon haben wir Anfragen von südkoreanischen Produktionsfirmen erhalten.”

Die zunehmende Popularität von K-Pop erreichte im vergangenen Jahr neue Höhen, als ein Album der Boyband BTS auf Platz 1 der Charts des US-Magazins Billboard landete – das erste Mal überhaupt für einen südkoreanischen Künstler.

Südkorea will mit K-Pop Interesse an Korea steigern

Die südkoreanische Regierung setzt sich ebenfalls dafür ein, indem ihre koreanischen Kulturzentren auf der ganzen Welt K-Pop-Kurse in 25 Ländern, darunter die Vereinigten Staaten, China und Frankreich durchführen. Sie hat sogar globale Wettbewerbe für “Cover Dancing” durchgeführt, bei denen die Teilnehmer die Choreographie von Top-Künstlern nachahmen.

In Japan gibt es keinen Mangel an Fans. Deswegen legte das Korean Cultural Center in Osaka im Juli letzten Jahres seinen ersten K-Pop-Kurs auf. Die Bewerbungen für die vier Kurse für Gesang, Tanz oder andere Aspekte haben die Grenze von je 20 Teilnehmern deutlich überschritten.

Im Juni letzten Jahres fand in Seoul ein Weltwettbewerb für K-Pop-Cover-Tanz statt, an dem 3.100 Teams aus 65 Ländern teilnahmen. Sieger wurde das Tanzteam Magnet aus Kadoma in der Präfektur Osaka.

Anfang der 2000er Jahre begann sich das Interesse an der südkoreanischen Kultur mit dem erfolgreichen Fernsehdrama “Fuyu no Sonata” (Wintersonate) zu verbreiten, das bei Hausfrauen sehr beliebt war. Was diesen jüngsten Beliebtheitsschub auszeichnet ist, dass er sich auf Jugendliche konzentriert.

Musik bricht das Eis

Aktuelle Ereignisse, wie z.B. südkoreanische Gerichtsurteile über Zahlungen von japanischen Unternehmen an koreanische beschlagnahmte Arbeitnehmer, haben die Beziehungen zwischen Japan und Südkorea verschlechtert. Das macht den kulturellen Austausch über K-Pop oder andere Mittel umso wichtiger, sagt Kim Sung-min, assoziierter Professor an der Hokkaido University.

“Der K-Pop-Boom ist an einem vom politischen Bereich getrennten Ort. Während sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern verschlechtern, kann dies zu einem Instrument werden, um die Interaktion fortzusetzen.”

Jung Tae-gu, der Leiter des koreanischen Kulturzentrums Osaka, sieht darin auch eine gute Chance, die Beziehungen zu verbessern.

“Es ist eine Einführung in die südkoreanische Kultur”, sagt Jung. “Wir wollen, dass die Japaner etwas über K-Pop in Südkorea erfahren. Wir werden Hilfe anbieten, wenn sie ihr Debüt geben wollen und Austauschprogramme unterstützen, die in beide Richtungen gehen.”

Quelle: Yomiuri Shimbun

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