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Japanische Senioren brauchen 30 Mio. Yen Rücklagen im Rentenalter

Staatliche Rente allein reicht nicht mehr aus

Nach einer Schätzung der japanischen Finanzaufsichtsbehörde (FSA) benötigt ein Rentnerpaar bis zu 30 Mio. Yen (ca. 247 500 Euro) an privaten Rücklagen, wenn sie 30 Jahre lang in Rente leben. Der Bericht der Behörde sorgte für viel Kritik vonseiten der Regierung.

Bereits im April präsentierte die FSA intern ihre Schätzungen, dass ein Ehepaar in Rente zwischen 15 Mio. Yen (ca. 123 750 Euro) und 30. Mio Yen (ca. 247 500 Euro) Eigenkapital benötigen, wenn sie 95 Jahre alt werden. Das Geld wäre nötig, um Lebensunterhaltskosten abzudecken, die man mit der staatlichen Rente allein nicht bezahlen kann.

Mehr zum Thema:  Rente in Japan reicht nicht mehr aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten

Wenn ein Ehepaar nur von der staatlichen Rente lebt, müssten sie pro Monat Schulden im Wert von etwa 50.000 Yen (ca. 410 Euro) machen. Diese müsste man mit privaten Rentenversicherungen, persönlichen Rücklagen oder Darlehen ausgleichen. Diese Einschätzung basiert auf einer Umfrage bezüglich Finanzen in japanischen Haushalten.

Kosten liegen höher als bisher angenommen

Der Betrag ist merklich höher als die Schätzung von 20 Mio. Yen (ca. 165 000 Euro), die ein Ausschuss der Behörde in einem Bericht vom 3. Juni veröffentlichte. Finanzminister und Vizepremier Taro Aso lehnt die Ergebnisse des Berichtes ab. Er sagte, dass die Schätzung des Ausschuss nicht die Ansichten der Regierung widerspiegelt. Die staatliche Rente gilt laut Regierung immer noch als Grundlage der finanziellen Absicherung im Rentenalter.

Kritik am Bericht kam auch von anderen Stellen, sowohl von der Regierungspartei als auch von einigen Kabinettsmitgliedern. Die Darstellung und die Zahlen würden Unsicherheit in der Bevölkerung schüren.

Bei einer Umfrage von der Mainichi Shinbun waren 68 % der Befragten nicht von der Reaktion von Minister Aso überzeugt.

Die Rente war schon früher ein sehr wichtiges Thema beim Wahlkampf. Als Shinzo Abe 2007 in seiner ersten Amtszeit als Premier vorstand, musste seine Partei, die LDP, eine Niederlage einstecken. Unter anderem war ein Grund dafür ein Skandal, bei dem staatliche Unterlagen zur Rente falsch verwaltet wurden.

Quelle: Kyodo

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