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Vom Spiel zum Investionsobjekt

Japanische Spekulanten treiben Preise für Pokémon-Karten in die Höhe

Das Trading Card Game Pokémon begeistert seit Jahren, doch Spekulanten treiben die Preise für die Karten in immer neue Höhen.

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Seltene Karten werden mittlerweile gerne mal für über 10 Millionen Yen (ca. 78.271 Euro) pro Stück verkauft und haben damit den Status eines Sammlerstücks hinter sich gelassen. Genau genommen sind manche Karten mittlerweile ein Investitionsobjekt.

Pokémon-Karten von Spiel für Kinder zum Investitionsobjekt

Pokémon-Karten sind in erster Linie ein Spiel für ein jüngeres Publikum, es gibt schätzungsweise 34,1 Milliarden Karten. Angefangen hat alles 1996 in Japan.

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Doch seit einigen Jahren häufen sich die Berichte, dass für bestimmte Karten Unsummen bezahlt werden. Einer der Gründe für den Preisanstieg ist das Wachstum des Wiederverkaufsmarktes über die sozialen Medien, Auktions-Webseiten und YouTuber, die darüber sprechen.

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Das Ergebnis: Die Leute kaufen die Pokémon-Karten in der Hoffnung, dass der Marktpreis steigt, um sie gewinnbringend zu verkaufen.

Das eigentliche Spiel ist mittlerweile in den Hintergrund gerückt, auch wenn es natürlich noch Turniere und Spielgruppen gibt. Die Hauptzielgruppe sind eigentlich junge Menschen, doch der Markt hinter den Karten wird von Erwachsenden dominiert.

Das macht den Sammlermarkt, eigentlich ein wichtiger Teil jedes Trading Card Game, für junge Menschen unerreichbar. Das wiederum sorgt für Frust, denn es ist schwer neue, starke, Karten zu bekommen, die man für das Spiel nutzen will. Sie sind schlicht unbezahlbar,  insbesondere wenn man nur sein Taschengeld zur Verfügung hat.

Viele Karten sind für jüngere Spieler mittlerweile unerschwinglich geworden.
Viele Karten sind für jüngere Spieler mittlerweile unerschwinglich geworden.

Ein Markt der Kriminelle anlockt

Gleichzeitig lockt der Preisanstieg auch Kriminelle auf den Plan. Im September wurde ein Mann in Japan verhaftet, der einen Studenten in Hiroshima geschlagen und dessen Pokémon-Karten geraubt hat.

Im März wurde ein Mann festgenommen, der mit einer sehr waghalsigen Aktion versucht hat, teure Karten zu stehlen.

Und es gibt nicht wenige Gewinnspiele, bei den man für einen kleinen Einsatz eine teure Karte gewinnen kann. Allerdings handelt es sich dabei in der Regel um einen von vielen Betrugsversuchen.

Die Pokémon Company selbst sieht sich nicht in der Lage etwas gegen die hohen Marktpreise zu unternehmen. Ein Sprecher sagte zur Situation, dass man Karten, die limitiert sind nachdrucken wird, damit Menschen sie auch zu vernünftige Preisen kaufen können. Allerdings ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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