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Shichigahama überrascht mit Kurzfilm

Japanische Stadt erinnert mit Anime an den Tsunami von 2011

Am Donnerstag haben Menschen in ganz Japan den Opfern des großen Erdbebens und Tsunamis von 2011 gedacht. Eine Stadt hat sich dabei etwas Besonderes einfallen lassen und zum zehnten Jahrestags einen Anime veröffentlicht.

Die Stadt Shichigahama in Miyagi veröffentlichte zum Jahrestag einen 20 Minuten langen Anime mit dem Namen “Shichigahama de Mitsuketa” (Gefunden in Shichigahama). Er erzählt die Geschichte einer Gruppe Kinder, welche die Katastrophe zusammen erleben.

Ein Tsunami soll immer ernst genommen werden

Im Mittelpunkt der Erzählung steht Yayoi, die gerade von Tokyo in die Küstenstadt gezogen ist. Als es zum Tsunami-Alarm kommt, nimmt sie ihn deswegen nicht ernst, weil sie ihn einfach nicht kennt. Der Junge Kaito flüchtet mit ihr jedoch zusammen zu einem Evakuierungspunkt, wo sie seine Freunde treffen.

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Yayoi nimmt das ganze immer noch nicht ernst, da der Tsunami nur 50 Zentimeter hoch war. Kaito ermahnt sie daraufhin, dass alle Warnungen ernst genommen werden sollen. Anschließend wird sie ein wenig durch die Stadt geführt, die sie besser kennenlernt.

Einige Jahre später kommen die Freunde gerade von der Abschlusszeremonie ihrer Junior-Higschool, als das Erdbeben sie trifft. Sofort ist allen klar, dass sie weg vom Meer müssen und sie flüchten ihn höheres Gebiet, während die ersten Sirenen angehen. Wie viele entscheiden sie sich weiter zu flüchten als angeben, was ihnen wohl das Leben rettet.

Nachdem die Gruppe eine Weile in einem Evakuierungszentrum lebt, zieht Yayoi nach drei Monaten in eine provisorische Unterkunft. Die Eltern wollen zurück nach Tokyo, da sie ihr Haus nicht mehr an der alten Stelle aufbauen dürfen. Bevor sie die Stadt verlässt, sieht sie noch den Beginn der Aufräumarbeiten.

Zehn Jahre später kommt Yayori als Erwachsende nach Shichigahama zurück und kann endlich ihre Freunde wiedersehen. Trotz der neuen Stadt stellt sie am Ende fest, dass einige Dinge sich nach all der Zeit nicht geändert haben.

Stadt hilft bei der Produktion des Anime mit

Die Ereignisse und Gespräche basieren teilweise auf den Aussagen von Überlebenden. Es wurde dazu auch viel Wert auf Details gelegt, sodass reale Orte einfach wiederzuerkennen sind. Unter anderen ist das Shichigahama Kokusaimura Cultural Centre zu sehen.

Produziert wurde der Kurzfilm von Municipal Anime Co., Ltd. und Mitgliedern der Stadtversammlung. Für Skript und Zeichnungen war Naoya Ishikawa zuständig. Gesprochen werden die Charaktere teilweise von bekannten Synchronsprechern, wie Minami Asakura, die Satsuki aus „Mein Nachbar Totoro“ sprach. Der Bürgermeister der Stadt übernahm hingegen die Rolle des Schuldirektors.

Menschen sollen die Katastrophe nicht vergessen

Der Anime soll das Erlebte von damals an die Menschen weitergeben, die damals die Katastrophe nicht erlebt haben oder zu jung sind, um sich daran zu erinnern. Gleichzeitig mahnt er vor der Gefahr eines Tsunamis, die damals viele unterschätzt haben, mit tödlichen Folgen. Auch ein Projekt mit Tweets von damals zeigt, wie die Menschen auf die Katastrophe reagiert haben

Shichigahama wurde am 11. März schwer von dem Tsunami getroffen und fast die Hälfte der Stadt komplett überflutet. 6.143 Menschen werden an dem Tag verletzt und mindestens 111 sterben. Hunderte Häuser wurden komplett zerstört und weitere Hunderte werden unbewohnbar. Es wird bis zu drei Jahre dauern, bis die ersten Menschen wieder ein richtiges eigenes Zuhause haben.

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