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Japanische Stadt Kamikatsu will alle Abfälle komplett recyceln

Schon jetzt wird 80 Prozent des Mülls wiederverwertet

Weltweit nimmt das Bewusstsein für die Umwelt immer weiter zu, auch in der Stadt Kamikatsu in der Präfektur Tokushima.

Die 1.500 Einwohner von Kamikatsu wollen ihre Stadt bis 2020 komplett frei von Abfall machen und alles wiederverwerten. Denn in Kamikatsu gibt es keine Müllabfuhr, die Bewohner müssen ihre Abfälle selbst zur örtlichen Mülldeponie bringen.

Fein säuberliche Mülltrennung

Dort muss der gesamte Müll fein säuberlich in verschiedenen Kategorien sortiert und Plastiktüten und Flaschen vorher gewaschen und getrocknet werden. Sollte ein Gegenstand in mehrere Kategorien passen, muss dieser dann von den Bewohnern der Stadt auseinandergenommen werden und jedes Stück in den für ihn vorgesehen Behälter entsorgt werden.

Mit dieser Praxis will die Stadt erreichen, dass bis 2020 kein Abfall mehr in die Verbrennungsanlage geschickt werden soll.

Das ist zwar umständlich, allerdings scheinen die Menschen dadurch auch ein größeres Bewusstsein für den Umweltschutz entwickelt zu haben. Naoko Yokoyama, die in der kleinen Stadt lebt, sagte: „Ja, es ist kompliziert, aber ich bin viel umweltbewusster geworden, als ich vor einem Jahr hierhergezogen bin.“

Kamikatsu dachte um, nachdem eine Müllverbrennungsanlage abgeschaltet wurde

In Japan gibt es bereits eine Mülltrennung, allerdings wird nur in wenigen Kategorien unterschieden. Der größte Teil des Hausmülls wird in Verbrennungsanlagen entsorgt.

In Kamikatsu war das bis vor Kurzem nicht anders. Als die Stadt allerdings angewiesen wurde, ihre Müllverbrennungsanlage abzuschalten, weil sie die strengeren Emissionsnormen nicht mehr erfüllte, fand ein Umdenken statt. Denn nun war nur noch eine kleine Verbrennungsanlage übrig und diese konnte mit dem anfallenden Abfall nicht fertig werden.

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Mittlerweile ist die Stadt bereits kurz ihrem Ziel, rund 80 Prozent der 286 Tonnen Abfall, die 2017 angefallen sind, konnten recycelt werden. Das ist weit mehr als der japanische Durchschnitt von 20 Prozent.

Ob das Konzept auch in anderen Städten in Japan funktionieren würde, bezweifeln einige Bewohner allerdings. Denn Kamikatsu ist eine 1.500 Seelen Stadt und damit klein.

Zwar produziert Japan pro Kopf weniger allgemeinen Abfall als die meisten Industrieländer, allerdings ist der Anteil an Plastikmüll sehr hoch und übertrifft die USA bei Weitem. Um das zu ändern hat die japanische Regierung beschlossen, dass Plastiktüten ab April 2020 kostenpflichtig werden.

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