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Arme Schüler sollen Unterstützung bekommen

Japanische Stadt verteilt an alle Schulen kostenlose Menstruationsprodukte

In Japan kämpfen die Menschen immer noch mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Viele alltägliche Dinge wie Menstruationsprodukte werden zum Luxus. Die Stadt Akashi verteilt deswegen die Produkte kostenlos an Schulen.

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Die Stadtverwaltung von Akashi in der Präfektur Hyogo gab bekannt, dass sie an städtischen Schulen und anderen öffentlichen Einrichtung kostenlos Periodenbinden anbieten wollen. Sie wollen so Personen unterstützen, welche sich die Produkte gerade nicht leisten können.

Schüler können sich keine Menstruationsprodukte leisten

Sie haben sich zu dem Schritt entschlossen, da sie Nachrichten von besorgten Lehrern erhielten. Es gebe wohl zahlreiche Schüler, die in Haushalten leben, wo es aufgrund des gesunkenen Haushaltsbudgets schwierig ist, Menstruationsprodukte zu kaufen.

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Die Gruppe #Minna no Seiri führte eine Umfrage durch, in der es um die Sensibilisierung und Aufklärung der Menstruation ging. Es wurde dabei festgestellt, dass jeder fünfte Schüler letztes Jahre Probleme hatte, die Produkte zu kaufen.

Aus dem Grund werden die Binden auch an allen 43 Schulen der Stadt verfügbar sein. Eingeschlossen sind damit Grundschulen, Mittelschulen, Highschools und Förderschulen. Ab April sind die Menstruationsprodukte im Büro der Schulkrankenschwestern erhältlich und werden auch regelmäßig nachgeliefert.

Periodenarmut nimmt in Japan zu

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Ebenfalls wird es die Binden in Einrichtungen geben, die für Schüler gedacht sind und einem Mehrzweckbad in der Nähe der JR Akashi Station. Finanziert wird das Projekt von dem Überschuss der Ausgaben für dieses Geschäftsjahr.

Es ist geplant die Initiative dauerhaft am Laufen zu halten, wofür die Stadt einen Nachtragshaushalt aufstellen will. Für Bürgermeister Fusaho Izumi ist das Projekt jedenfalls sehr wichtig. Er erklärte, dass die Stadtverwaltung kontinuierlich auf die Armut von Kindern und Schülern reagieren wolle, da ihre Stimmen oft nicht gehört werden.

Aufgrund der Pandemie werden zurzeit immer mehr Menschen in Japan auf die sogenannte Periodenarmut aufmerksam, die es schon seit Jahren gibt. Nun hat sie sich jedoch verschlimmert und vor allem junge Menschen haben große Problem.

Der Stadtbezirk Toshima in Tokyo hat deswegen auch ein Projekt mit kostenlosen Produkten und anderen Hilfsmitteln gestartet, was mit einer riesigen Nachfrage konfrontiert wurde.

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