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HomeNachrichten aus JapanJapanische Städte trenne sich nach rassistischen Aussagen von Kosmetik-Unternehmen

Partnerschaftsvereinbarungen werden beendet

Japanische Städte trenne sich nach rassistischen Aussagen von Kosmetik-Unternehmen

Das Kosmetik-Unternehmen DHC Corp. ist in den letzten Jahren gleich mehrmals mit rassistischen Aussagen negativ aufgefallen. Einige Städte wollen deswegen nun einen Schlussstrich ziehen und ihre Partnerschaftsvereinbarungen mit der Firma beenden.

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DHC ist für seinen Schönheits- und Gesundheitsprodukte bekannt. Der Vorsitzende Yoshiaki Yoshida ist hingegen berüchtigt für seine rassistischen Äußerungen, die sich vor allem gegen Koreaner in Japan richten. Im November 2020 fiel er mit einem Post auf der Webseite der Firma auf, in dem er über die Überlegenheit von DHC über die Konkurrenten prahlte.

Städte wollen mit den Aussagen nicht in Verbindung gebracht werden

Gleichzeitig wurde er jedoch auch ausfallend und verwendete rassistische Ausdrücke. Im April veröffentlichte er eine weitere Nachricht, in der er die Japan Broadcasting Corp. (NHK) diskriminierend beschimpfte, weil der Sender einen Bericht zu Firmen und Menschenrechten gezeigt hatte.

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Zuletzt schimpfte er im Mai erneut auf Koreaner und behauptete, dass sie die meisten Schlüsselposten in Japan besetzten, was äußerst gefährlich sei. Alle Aussagen tätigte er in seiner Position als Vorsitzender von DHC.

Zurzeit hat DHC Partnerschaftsvereinbarungen mit 12 Städten, die sie im Fall von Naturkatastrophen mit verschiedenen Produkten versorgen. Mindestens drei der Gemeinden werden die Zusammenarbeit nun beenden oder vorerst einfrieren.

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In einer Sitzung der Stadtversammlung von Nankoku, Kochi wurde im März gefordert, dass die Vereinbarung wegen böswilliger, diskriminierenden Absichten beendet wird. Im April wurde der Forderung nachgegeben und es wird gerade an einer Auflösung des Abkommens gearbeitet.

Rassistische Beiträge werden nicht entfernt

Koshi, Kumamoto fror seine Partnerschaft im April aus denselben Gründen ein, da sie nicht den Eindruck erwecken wollen, dass sie die Ansichten von DHC teilen. Für sie seien sie in keiner Hinsicht vertretbar.

Sukumo in Kochi forderte hingegen DHC auf, seine diskriminierenden Aussagen zu löschen. Im Mai gab das Unternehmen an, dass sie die Kommentare geändert haben und der erste Beitrag wurde von der Webseite entfernt. Das reichte Sukumo nicht und sie werden auch das Abkommen beenden, da diskriminierende Inhalte immer noch verfügbar sind.

Nach einer Umfrage der Asahi Shimbun gaben sieben der 18 restlichen Städte an, dass sie ähnliche Schritte planen oder darüber nachdenken. Neun Städte wollen ihre Vereinbarungen vorerst nicht überprüfen und zwei Gemeinden verweigerten eine Antwort. DHC selbst wollte sich nicht zu dem Thema äußern.

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