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Japanische Studenten bekämpfen online die Teenie-Prostitution

70 Studenten durchsuchen online Kommentare, um Verdächtige der Polizei zu melden

In Japan ist Prostitution offiziell verboten. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die unter der Hand entsprechende Dienstleistungen anbieten. Ein besonders großes Problem ist dabei der Sexhandel bei Schülern und Schülerinnen in der Highschool. Aus diesem Grund gehen nun Universitätsstudenten zusammen mit der japanischen Polizei dagegen vor.

Die Präfekturpolizei von Hyogo schloss sich im Juni mit der Social Media Association der Universität Hyogo zusammen. Sie sollen Onlineaktivitäten von sogenannten Papa Katsu aufspüren, was wortwörtlich „Daddy Aktivitäten“ heißt. Darunter versteht die Polizei Teenager, die sich an Erwachsene wenden und ihnen für Geld oder andere Gefälligkeiten Dates und Sex anbieten.

Projekt ist bereits erfolgreich

70 Studenten suchen deswegen die Sozialen Median nach dem Begriff oder ähnlichen Ausdrücken ab. Jeweils sieben sind dabei immer im Einsatz und es wird rotierend gewechselt.

Tatsächlich feierte die Gruppe bereits erste Erfolge. Auf Twitter fanden sie einen Tweet, in dem es um ein „Papa Katsu“-Angebot ging und wo direkt nach Geld als Gegenleistung gefragt wurde. Derartige Fälle sendet die Gruppe gesammelt einmal pro Woche an die Jugendsektion der Polizei, die sich dann weiter darum kümmert.

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In den meisten Fällen reagieren die Beamten mit einer Warnung an die Schüler und Erwachsene, die versuchten, Kontakt aufzunehmen. Mittlerweile warnte die Polizei seit Beginn der Zusammenarbeit 103 weibliche und männliche Schüler sowie 16 Erwachsene wegen der Prostitution. Die Mehrzahl der Angebote sind bereits nicht mehr zu finden, da entweder die Nutzer selbst sie löschten oder die Webseiten die Accounts sperrten.

In erster Linie geht es den Beamten darum, die Jugendlichen zu schützen, statt sie für eine Straftat anzuschwärzen. Viele denken, solche Angebote seien nur ein einfacher Nebenjob. Sie sind sich dabei jedoch nicht bewusst, wie gefährlich es sein kann, sich mit einem Fremden einfach zu treffen, wie die Studentin Karin Kitamura erklärte. Sie möchte deswegen erreichen, dass sie sich selbst schätzen.

Kaum andere Polizeistationen nutzen die Taktik

Neben der Onlinebeobachtung organisierte die Gruppe Lehrprogramme für Schüler zur Nutzung des Internets. Kaho Shiotsu, Leiterin der Einheit gegen Cyberverbrechen, erklärte, was genau wichtig ist. Es sei von Bedeutung, eine Onlineumgebung zu schaffen, in der Schüler Erwachsene finden, die ihnen helfen. Die Einheit möchte mehr Menschen beibringen, wie sie sichere Informationen über das Internet erhalten.

Die Idee von dem Projekt gibt es erst seit Oktober 2018, als die Aichi-Polizei es als Erstes organisierte. Sie erkannten schnell, dass die jungen Erwachsenen sich besser mit den sozialen Medien auskennen und so schneller arbeiten.

Allgemein gibt es bis jetzt nur wenig Polizisten, die mit den Studenten zusammenarbeiten. Stattdessen geben sich weiterhin oft Beamte als Interessenten aus, um die Schüler selbst zu treffen und mit ihnen über die Prostitution zu reden. Das ist jedoch eine sehr aufwendige Taktik. Es wäre demnach viel besser, wenn mehr Polizeistellen ebenfalls zu der anderen Methode greifen, da sie so ebenfalls zusammen mehr abdecken und mehr Fälle finden können.

TAS

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