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In Zeiten von Corona finden die Interviews für Absolventen oft online statt

Japanische Studenten und Unternehmen sehen Schwierigkeiten bei Online-Interviews

Die Coronavirus-Pandemie hat auch im Recruiting viel verändert. Viel davon findet nun online statt. Doch dort sehen sowohl Studenten als auch Unternehmen Probleme. Vor allem liegt ein Problem darin, dass es keine ausreichenden Informationen über die Unternehmen gibt. Das zeigt eine Umfrage unter Universitätsstudenten.

Die Umfrage unter Studenten und Rekrutierungsmitarbeitern, die Online-Interviews für neue Hochschulabsolventen erlebt haben, wies auch auf ein erhöhtes Risiko hin, dass Mitarbeiter zu einem frühen Zeitpunkt ihrer Karriere kündigen.

Nur knapp die Hälfte glaubt an Nützlichkeit von Interviews

Die Ergebnisse wurden von Reita Shibai und Tomofumi Sato, Studenten der Rikkyo-Universität in Tokyo, zusammengestellt, die während des Erhebungszeitraums auf Arbeitssuche waren und sich schließlich Stellenangebote sicherten.

In der Umfrage gaben nur 43,4 Prozent der Studenten und 55,1 Prozent der für die Rekrutierung verantwortlichen Firmenmitarbeiter an, dass Online-Interviews den Bewerbern halfen, sich ein Bild von der Arbeit in einem Unternehmen zu machen.

Die Zahlen waren 35,1 bzw. 23,7 Prozentpunkte niedriger als bei den persönlichen Interviews.

Atmosphäre des Unternehmens wird nicht gut vermittelt

Die Studenten und Unternehmensvertreter antworteten, dass es schwieriger sei, durch Online-Rekrutierung ein Gefühl für die Atmosphäre eines Unternehmens, einschließlich der Stellenbeschreibungen und der Art der dort arbeitenden Personen, zu bekommen.

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Die meisten Unternehmen haben als Reaktion auf die Verbreitung des Coronavirus auf Online- statt auf persönliche Seminare und Interviews umgestellt.

Bis zum 3. Mai, als sich das ganze Land im Ausnahmezustand befand, hatten 95,6 Prozent der befragten Unternehmen Online-Interviews der ersten Runde durchgeführt, während 58,1 Prozent ihre Einstellungsverfahren einschließlich der Abschlussgespräche online abgeschlossen hatten.

Online-Interviews sind kürzer

Die Online-Interviews waren jedoch tendenziell kürzer als persönliche Treffen, da die Interviewer nicht daran gewöhnt waren und weniger komplexe Fragen stellten.

In der Umfrage gaben 51,1 Prozent der Befragten an, dass ihnen daran gelegen sei, den Personalverantwortlichen ihren persönlichen Freiraum zu zeigen, während 14,7 Prozent der Unternehmensbeamten Bedenken äußerten, dass die Interviews aufgezeichnet und an die sozialen Medien durchsickern würden.

Mehr verschiedene Bewerber aus dem ganzen Land

Positiv zu vermerken ist, dass die Firmenbeamten antworteten, dass die Online-Personalbeschaffung Zeit und Geld spart und dazu beiträgt, viele Bewerber aus verschiedenen Teilen des Landes anzuziehen, da man sich keine Sorgen um den Transport machen muss.

Die Online-Umfrage, die zwischen Ende April und Mitte Mai durchgeführt wurde, erhielt Antworten von 232 Studenten und 176 Unternehmensbeamten.

Herausforderungen der Online-Rekrutierung werden deutlich

Jun Nakahara, ein Professor der Universität Rikkyo, der die Umfrage leitete, sagte, sie sei zwar nur von begrenztem Umfang, zeige aber die Herausforderungen, die die Online-Rekrutierung mit sich bringe.

„Die neuen Mitarbeiter des nächsten Jahres haben kein klares Bild von ihrem Arbeitsplatz, da die Zeit der Stellensuche kürzer als üblich ist. Die Unternehmen sollten eine Orientierung bieten, die es ihnen ermöglicht, ihre Unternehmen und Arbeitsplätze besser zu verstehen“, sagte der Professor für Personalmanagement.

kyodo

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