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Treibhausgas-Emissionen reduzieren

Japanische Unternehmen planen unterirdische CO2-Speicherung

Zwei japanische Unternehmen werden ab nächstem Jahr ein Pilot-Projekt zur unterirdischen CO2-Speicherung in Indonesien starten. Die Technologie ist eine Möglichkeit den steigenden Treibhausgas-Emissionen entgegenzuwirken.

Die Unternehmen Electric Power Development Co., auch bekannt als J-Power, und Japan NUS Co. wollen ihren Vier-Jahres-Plan im Gasfeld Gundih umsetzen. In Zusammenarbeit mit der indonesischen Regierung und der staatlichen Ölgesellschaft PT Pertamina wird das Pilot-Projekt durchgeführt.

Japan kann Treihausgas-Emissionen durch fremdes Land reduzieren

Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie stimmte im Mai den Geschäftsvorschlag der beiden Firmen zu. Durch das Projekt wird das „Joint Crediting Mechanism“ angewendet, indem die Reduzierung der CO2-Emissionen beiden Ländern gutgeschrieben wird.

Damit reduziert Japan seine eigenen Treibhausgas-Emissionen durch ein fremdes Land. Es wird das erste Projekt werden, das unter das CO2-Emissionshandelssystem der Regierung fällt.

Zwischen dem Gasfeld Gundih und der Kohlenstoffdioxid-Speicherstelle wird eine 4 Kilometer lange Gasleitung verlegt. An der Speicherstelle wird ein Loch mit einer Tiefe von rund 3,6 Kilometern gegraben, um die unterirdischen Aquifere (Grundwasserleiter) zu erreichen.

Durch die CO2-Speicherung in Aquiferen weit unterhalb der nutzbaren Grundwassertiefe, kann mit einer Speicherdauer von bis zu einer Million Jahre gerechnet werden.

Projekt kostet mehrere Milliarden Yen (1 Milliarde Yen = 8,16 Millionen Euro)

Die Kosten für dieses Projekt werden voraussichtlich mehrere Milliarden Yen betragen. Rund 300.000 Tonnen CO2 entstehen beim Gasfeld Gundih jährlich, welches in die Atmosphäre getragen wird nach Angaben von J-Power.

Ein Pilot-Projekt aus dem Jahr 2012, welches auf Hokkaido in Japan bis letztes Jahr stattfand, brachte erste Ergebnisse: Die Speicherung von einer Tonne CO2 kostet ungefähr 6.000 bis 7.000 Yen (48,95 bis 57,11 Euro).

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Aufgrund des extrem niedrigen Stoffmengenverhältnis in der Luft ist es ziemlich schwierig, CO2 effektiv aus der Luft zu sammeln, aber das vorliegende Gasfeld bietet die Voraussetzung, CO2 effizient zu einzusammeln.

Japan will weiterhin Emissionsreduzierung in anderen asiatischen Ländern unterstützen, deren Abhängigkeit von der thermischen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen relativ hoch ist. Laut der Internationalen Energieagentur werden fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung in asiatischen Ländern am stärksten genutzt im Vergleich zum Rest der Welt.

Die jüngsten Daten zeigten, dass die thermische Stromerzeugung mit Kohle im Jahr 2018 in China und Indien etwa 70 Prozent der gesamten Elektrizität ausmachte, in Indonesien mehr als die Hälfte und in Malaysia und den Philippinen mehr als 40 Prozent, verglichen mit dem weltweiten Durchschnitt von etwa 38 Prozent.

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