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So sollen zu viele Reisende vermieden werden

Japanische Unternehmen soll die Neujahrs-Ferien verlängern

Japan möchte nach Möglichkeit dafür sorgen, dass nicht zu viele Menschen auf einmal reisen. Denn so kann das Coronavirus sich schneller ausbreiten und ist nur schwer unter Kontrolle zu bekommen.

Daher fordert die Regierung nun Unternehmen auf, den bevorstehenden Neujahrsfeiertag um etwa eine Woche zu verlängern. So soll der Andrang von Menschen, die Verwandte besuchen oder Urlaub machen, verringert werden. Das sagte ein Kabinettsmitglied am Freitag.

Besonders viele Reisen an Neujahr

Nach dem Plan, der von Yasutoshi Nishimura, dem für die Reaktion der Regierung auf das Coronavirus zuständigen Minister, angekündigt wurde, sollen Unternehmen, die normalerweise am 4. Januar wieder an die Arbeit gehen würden, gebeten werden, bis zum 12. Januar zu warten.

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Der Neujahrsfeiertag ist eine der geschäftigsten Jahreszeiten für Reisen in Japan, da Züge, Flugzeuge und Autobahnen voller Menschen sind, die in ihre Heimatstädte zurückkehren, um Familie und Freunde zu sehen oder die Gelegenheit nutzen, in den Urlaub zu fahren.

Die Menschen bilden auch lange Schlangen für die „Hatsumode“, den ersten Besuch des Shinto-Schreins in diesem Jahr.

Nishimura sagte, die Anfrage werde über Organisationen wie die japanische Wirtschaftsföderation, auch bekannt als Keidanren, verschickt. Aber auch die örtlichen Gemeinden würden gebeten, sich dem Plan anzuschließen, der am Freitag auf einer Sitzung des Regierungsunterausschusses diskutiert wurde.

Auch Halloween ein Thema

Der Unterausschuss befasste sich auch mit möglichen Gegenmaßnahmen für Halloween, wobei einige Mitglieder sagten, dass Essen und Trinken auf der Straße vermieden werden sollten. Der Tokyoter Stadtteil Shibuya, der normalerweise nachts von Schwärmen kostümierter Partygäste heimgesucht wird, hat die Menschen gebeten, sich in diesem Jahr aufgrund von Bedenken bezüglich COVID-19 nicht zu zeigen.

In Japan gab es über 95.000 bestätigte Fälle, darunter etwa 700 von einem Kreuzfahrtschiff, das im Februar in Yokohama unter Quarantäne gestellt wurde, wobei etwas mehr als 1.700 Todesfälle auf das Coronavirus zurückgeführt werden.

Während das Land den Höhepunkt neuer Coronavirus-Fälle überschritten hat, warnten Experten, die das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt beraten, am Donnerstag davor, dass die Zahl der Infektionen wieder leicht ansteigt.

Der Unterausschuss erörterte auch Möglichkeiten, den Zuschauern die Teilnahme an Sportveranstaltungen zu ermöglichen und dabei die drei Cs – geschlossene Räume, überfüllte Räume und Nahkontaktsituationen – zu vermeiden. Vom 30. Oktober bis zum 1. November soll im Yokohama-Stadion ein Test für Zuschauer bei Profi-Baseballspielen stattfinden, gefolgt von einem zweiten Durchlauf im Tokyo Dome vom 7. bis zum 8. November.

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