Japanische Versicherer erhalten schlechte Umwelt- und Menschenrechtsschutz Einstufung

Nichtregierungsorganisationen überprüften Versicherer in Japan, wem sie Darlehen und Investitionen gestatten und welche Projekte sie unterstützen. Das Projekt stellte dabei fest, dass viele sich nicht besonders für den Umwelt- und Menschenrechtsschutz einsetzen und ihre Kunden nicht genauer überprüfen. Deswegen erhielten sämtliche Unternehmen vom Fair Finance Guide eine äußerst niedrige Bewertung.

Insgesamt bewertete das Projekt mit den Gruppen die fünf großen Lebensversicherungsgruppen Japans. Nippon Life Insurance Co., Dai-ichi Life Holdings Inc., Meiji Yasuda Life Insurance Co., Sumitomo Life Insurance Co. und Japan Post Insurance Co. standen auf der Liste. Dazu kamen Tokio Marine Holdings Inc., MS & AD Insurance Group Holdings Inc. und Sompo Holdings Inc., die keinen reine Lebensversicherungen sind.

Bei der Bewertung gab es insgesamt 306 Punkte in 16 Kategorien. Die wiederum befassten sich unter anderen mit dem Einsatz gegen den Klimawandel, Beziehung zur Waffenindustrie und Verwickelung in Korruption. Pro Kategorie vergab die Organisation eine Wertung auf einer Skala von eins bis zehn. Die Kriterien für die Bewertung basieren wiederum auf allgemeinen Reglungen und Grundsätzen der UN.

Die Bemühungen der Unternehmen sind nicht ausreichend

MS & AD erreichte von allen Unternehmen mit 2,4 den höchsten Punktedurchschnitt und erhielt die Wertung 3,1. Die Gruppen lobten die Versicherungsgruppe für ihre Firmenpolitik, die gegen Korruption und Menschenrechte ist. Dahinter folgte Nippon Life und Dai-ichi Life mit 2,4. Dai-ichi Life erhielt Bonuspunkte, da sie planen, mehr gegen den Klimawandel zu tun und sich von Kohlekraftwerken in Übersee zurückziehen wollen.

Besonders positiv sind die Durchschnitte aller Firmen allerdings nicht. In den 16 Kategorien erreichten die meisten nur einen Punkt. Im Vergleich lag in den Niederlanden der Durchschnitt bei 5,1 Punkten. Am schlechtesten schnitt Japan Post Insurance Co., Ltd mit 0,5 ab, die fast durchgehend null Punkte erhielten. Eine gute Gesamtplatzierung schaffte kein Unternehmen und das Ergebnis zeigt, dass sich die Firmen deutlich verbessern müssen.

Alle Bewertungen sind Online einsehbar

Die Kampagne veröffentlichte die Ergebnisse für die Öffentlichkeit, die sie mit „Gefällt mir“, „Gefällt mir nicht“ bewerten können und den Versicherern eine Nachricht schreiben oder gleich die Versicherung wechseln können. Yuki Tanabe vom Zentrum für nachhaltige Umwelt und Gesellschaft hofft, dass die Firmen das Ergebnis reflektieren und vielleicht ihre Politik überdenken.

Fair Finance Guide ist eine internationale Kampagne, die Unternehmen überprüft. Sie wollen damit erreichen, dass Menschen Versicherungsunternehmen unterstützen, die keine Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen fördern. Sie kontrollieren, wen die Unternehmen finanziell unterstützen oder Kredite geben. Es war das erste Mal, dass die Kampagne japanische Unterhemen überprüfte. Alle Ergebnisse sind auf der offiziellen Website einsehbar.

Quelle: Mainichi Shinbum

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