News Japanische Wohnungsbaufirmen erschließen Auslandsmärkte

Japanische Wohnungsbaufirmen erschließen Auslandsmärkte

Auf dem japanischen Immobilienmarkt sinkt im Moment die Nachfrage nach Neubauten. Aus diesem Grund versuchen japanische Wohnungsbaufirmen, den ausländischen asiatischen Markt zu erschließen und verstärken dort ihre Geschäftstätigkeiten. Einer der angestrebten Märkte ist China aufgrund seines Wachstumspotentials.

Moderne Neubauten für kundenspezifische Bedarfe

Bauunternehmer wie Panasonic Homes Co. und Daiwa House Industry Co. versuchen sich auf die Vielzahl von Bedürfnissen im Ausland einzustellen. Darunter fällt beispielsweise die Entwicklung von Einfamilienhäusern, Eigentumswohnungen oder Fertighäuser für Bauarbeiter. Gerade im Reich der Mitte haben Bauarbeiter ein schwieriges Wohnumfeld, was zu sozialen Problematiken führt. Das gilt es zu verbessern, so der Managing Executive Officer der Panasonic Corp., Daizo Ito.

Panasonic konstruiert dafür Fertighäuser mit verglasten Außenwänden und gut beleuchteten, hitzebeständigen Räumen. Denn die bisherigen provisorischen Wohnungen der Bauarbeiter baten schlechte Luft- und Sanitärbedingungen. Die Gebäude sind außerdem mit Solarmodulen und Wärmedämmstoffen ausgestattet, was den lokalen Generalunternehmern hilft, Kosten zu senken. Für Panasonic, eigentlich ein aus Osaka stammender Elektrokonzern, ist das Wohnungsbaugeschäft mit der Tochterfirma Panasonic Homes ein neuer Wachstumsbereich, da japanische Elektrohaushaltsgeräte momentan gegenüber südkoreanischen und chinesischen Produkten im Verkauf verlieren.

Problematiken des Immobilienmarktes im In- und Ausland

Daiwa House Industry Co., Japans größtes Wohnungsbauunternehmen, ist neben dem chinesischen und amerikanischen Markt auch in Malaysia tätig. Der in Japan herrschende demografische Wandel mit seiner schrumpfenden Bevölkerung führt dagegen zur sinkenden Nachfrage nach Häusern oder Wohnungen. Während im Jahr 2006 noch 1,29 Millionen Neubauten gemeldet wurden, sank der Stand in 2017 auf gerade mal 950 Tausend. So versuchen Firmen, im Inland auf einem stark umkämpften Markt trotzdem ihr Portfolio für ihre Kunden zu erweitern.

Trotzdem werden die Kunden, die Geld für neue Wohnungen ausgeben wollen, immer weniger, so die Angabe von Masahiro Mochizuki, Analyst bei der Credit Suisse. Doch auch der ausländische Immobilienmarkt gestaltet sich noch nicht so einfach aufgrund politischer Risiken und regulatorischer Probleme. Trotzdem ist die Expansion japanischer Unternehmen auf Auslandsmärkte eine zwingende Option zur einbrechenden Inlandsnachfrage.

Quelle: Kyodo News

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