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Das starkes Jahr für Zugfans

Die japanischen Züge des Jahres 2021 – von Shinkansen bis Luxus auf Schienen

Von Luxus bis Fanservice, 2021 fanden einige besondere Züge ihren Weg auf die Schienen Japans und ein paar der spannendsten Modelle möchten wir euch heute in einem Jahresrückblick vorstellen.

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In Japan können sich sehr viele Menschen für Züge begeistern und diese Begeisterung ist wohl auch der Grund dafür, dass für diesen Bereich einzig und allein die Fantasie die Grenzen setzt. Die Auswahl an einzigartigen Zügen ist in diesem Land wirklich gigantisch, weswegen sich auch ein Blick in diese Welt ganz besonders lohnt.

Luxus auf Schienen

Am 29. April soll ein außergewöhnlich luxuriöses Zugmodell seinen Dienst antreten. Kintetsu Railway plant schon seit längerer Zeit die Einführung eines neuen Luxus-Expresszuges und zwar die des Aoniyoshi-Sightseeing-Express.

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330 Millionen Yen (ca. 2,5 Millionen Euro) kostete es das Unternehmen, den bereits existierenden Schnellzug in einen vierteiligen Luxuszug der Extraklasse umzubauen, der an sechs Tagen die Woche drei Rundreisen pro Tag schaffen soll.

Nur 84 Personen können gleichzeitig mit ihm auf Reisen gehen. Nur ein Drittel der möglichen Kapazität. Der Grund: Das Unternehmen möchte den Passagieren möglichst viel Raum und Ruhe bieten, damit sie entspannt die landschaftlichen Aussichten genießen können.

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Der Aoniyoshi-Sightseeing-Express soll ebenfalls die Verbindung zwischen Osaka, Nara und Kyoto bedienen.

Sightseeing im Stil des „Seven Star“

Und es geht spannend weiter, denn der „Futatsuboshi 4047“ soll 27. Oktober 2022, zeitgleich mit der Eröffnung der Shinkansen-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen den Städten Takeo in der Präfektur Saga und Nagasaki im Westen Kyushus, seinen Betrieb aufnehmen.

Bei der Entwicklung nahm man sich den „Seven Star“ zum Vorbild, als den Zug, der sieben Präfekturen miteinander verbindet. „Futatsuboshi“ bedeutet sinngemäß nichts anderes als „zwei Sterne“, ein klarer Verweis auf den „Seven Star“ sowie auf den Umstand, dass dieser neue Luxuszug eben nicht sieben, sondern zwei Präfekturen miteinander verbinden wird.

Er wird zwei Küstenstrecken zwischen den Präfekturen Nagasaki und Saga befahren und somit offiziell der zwölfte spezielle Sightseeing-Zug von JR Kyushu sein.

Shinkansen designt von Eiji Mitooka

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Erst im letzten Dezember stellte Kyushu Railway ihren Shinkansen für die neue Nagasaki-Strecke vor. Die Züge sind dank Eiji Mitooka, der für das Design beauftragt worden war, ein optisches Highlight.

Die weißen Waggons, die auf dem Modell N700S der Central Japan Railway basieren, ziert eine Linie in der Unternehmensfarbe des Bahnunternehmens und das Symbol des neuen Modells, eine Möwe auf drei Ringen, wurde am Wagenkasten angebracht.

Räder, Windschutzscheibe und Scheinwerfer haben eine schwarze Lackierung erhalten, was ein Gefühl von Geschwindigkeit vermitteln soll.

JR-Kyushu-hat-den-Shinkansen für die Nagasaki-Strecke
Schnell und schick. Das Design des Highend-Zugs. Bild: Kyodo

Die Inneneinrichtung sollte frisch und nostalgisch zugleich sein, weswegen die Sitze mit Löwen- und Arabeskenmustern verziert wurden.

Das Unternehmen will mit seinen Bemühungen West-Kyushu beliebter machen und in den Fokus der Öffentlichkeit zurückholen.

„Iyonada Monogatari“ die letzte Ehre erweisen

Neues kommt, Altes geht. Der beliebte Sightseeing-Zug „Iyonada Monogatari“, der auf der japanischen Insel Shikoku fährt, wurde im letzten Dezember ausgemustert.

Bis zum Dezember fanden im Rahmen der Aktion „letztes Fahrtenjahr“ einige Veranstaltung statt, um den beliebten Zug angemessen zu verabschieden.

Der Iyonada Monogatari (wörtlich übersetzt: Geschichte des Iyonada-Sees) wurde im Juli 2014 in Betrieb genommen  und fuhr seither normalerweise jeden Samstag, Sonntag und Feiertag viermal seine Strecke.

Die Passagiere bekamen bei der Fahrt Mahlzeiten serviert, die ausschließlich aus regionalen Zutaten zubereitet worden waren. Während sie aßen, konnten sie dann den wunderschönen Ausblick auf das Iyonada-Meer genießen.

Die wahrlich herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen trug viel zur Beliebtheit des Iyonada Monogatari bei.

Essen aus regionalen Zutaten
In diesem Zug wird nur Essen aus regionalen Zutaten gereicht. Bild: JR Shikoku
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