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Japanischer Außenminister kritisiert Japans Politik zu erneuerbaren Energien

Der japanische Außenminister Taro Kono hat sich während der IRENA-Versammlung (International Renewable Energy Agency) kritisch über Japans Politik zu erneuerbaren Energien geäußert.

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Auch wenn es in der japanischen Politik selten vorkommt, dass ein hohes Regierungsmitglied öffentlich Kritik zur eigenen Politik äußert, bezeichnete Kono die eigene Energiepolitik als „beklagenswert“. Gleichzeitig verpflichtete er sich erneuerbare Energien im Einklang mit globalen Trends zu fördern. Da Japan beim Einsatz erneuerbarer Energien weit hinter anderen Staaten in der Welt steht, sagte Kono während der Versammlung in Abu Dhabi, dass er besorgt sei über die gegenwärtige Situation.

Laut dem Minister habe Japan aus Angst vor Veränderung den Status quo beibehalten und deshalb zu lange die Augen vor globalen Trends wie der dramatischen Preissenkung bei erneuerbaren Energien verschlossen. Außerdem kritisierte Kono Japans Ziel, bis 2030 22 bis 24 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen, als nicht ausreichend vor dem Hintergrund, dass erneuerbare Energien bereits 24 Prozent der gesamten globalen Energieerzeugung ausmachen.

Er sei allerdings dankbar, Japans Entschlossenheit auf langfristige Lösungen und neue Denkweisen hinsichtlich erneuerbarer Energien zum Ausdruck bringen zu können. Dabei wolle das Land ebenfalls auf globale Trends Rücksicht nehmen.

Taro Kono ist der erste japanische Außenminister, der an der IRENA-Versammlung teilgenommen hat. Als die Vorgabe für erneuerbare Energien im Juni 2015 verabschiedet wurde, bezeichnete Premierminister Shinzo Abe sie als „ehrgeiziges Ziel“. Nach seiner Teilnahme an der IRENA-Versammlung reist Kono weiter nach Kanada, um an einer internationalen Konferenz über Nordkorea teilzunehmen. Diese Konferenz wird gemeinsam von Kanada und den Vereinigten Staaten ausgerichtet.

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