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Als Dank für den "Service" gab der Täter der Frau 10 Masken

Japanischer Einbrecher zwingt alte Frau ihn zu verköstigen und beschenkt sie im Gegenzug

Normalerweise gelten Japaner als äußerst gesetzestreue Menschen. In der aktuellen Zeit geraten allerdings immer mehr feste Größen ins Wanken und die Tatsache, dass viele alte Menschen ihre Wohnungen nicht verlassen, lässt sie leichter zu Opfern werden.

In der letzten Woche ereignete sich in einem Haus in der Stadt Iwamizawa in der Präfektur Hokkaido ein Einbruch, der in Japan durch die Medien ging, weil der Einbrecher einige seltsame Dinge forderte und tat.

Erst Essen, dann Geld

Am Sonntag gegen 11 Uhr wurde eine 88-jährige Frau aufgeschreckt, als ein Mann durch die unverschlossene Hintertür in ihre Wohnung stürmte. In Japan gehört es zum guten Ton, ein Geschenk mitzubringen, wenn man irgendwo eingeladen ist. Der Einbrecher, ein Mann zwischen 50 und 60, brachte eine Säge mit, mit der er vor der alten Dame herumfuchtelte.

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Der Mann verlangte wiederholt, dass ihm die Frau etwas zu essen geben soll, was diese auch tat. Da sie sich selbst gerade Essen kochen wollte, gab es für den Einbrecher Reis und Okazu, ein traditionell japanisches Gericht. Die alte Dame erklärte, sie gehe davon aus, der Mann sei bei ihr eingebrochen, weil er Hunger hatte.

Anstatt das Essen einfach mitzunehmen, aß der Mann in der Wohnung der Frau sein „Mittag“ und verlangte sogar nach einem Nachschlag, den ihm die alte Dame auch gewährte. Schließend wollte er Geld. Das Opfer hatte aber nur 2.000 Yen (circa 17 Euro) im Haus, was sie ihm aushändigte. Der Einbrecher gab sich mit dieser Summe zufrieden und trat die Flucht an, allerdings nicht ohne der Frau zehn Gesichtsmasken zu hinterlassen.

Einbruch auf Japanisch, mit Geschenk

Was den Einbrecher zu seiner außergewöhnlichen Spende verleitet hat, lässt sich nicht feststellen, da der Täter bisher nicht gefasst werden konnte. In Anbetracht der Tatsache, dass Atemmasken heutzutage sehr teuer sind, könnten sie als eine Art Entschuldigung für den Überfall und das gestohlene Essen angesehen werden.

Wer eine so begehrte Ware wie Gesichtsmasken hat, muss eigentlich nicht einbrechen, könnte man meinen, allerdings trat vor einiger Zeit in Japan eine Verordnung in Kraft, die es verbietet, Masken zu einem weit höheren Betrag zu verkaufen, als man sie erworben hat, also sind die Masken als Handelsgut nicht gerade geeignet.

STV

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