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Japanischer Fischexperte fordert mit ungewöhnlichem Look die Regierung zum Umweltschutz auf

Experte warnt vor steigender Meerestemperatur und Plastikmüll im Wasser

Es ist nicht unbedingt einfach, Politiker von gewissen Dingen zu überzeugen oder gar zum Zuhören zu bewegen. Dem berühmten japanischen Fischexperten Sakana-kun war bei einer Ausschusssitzung des Oberhauses am Mittwoch die Aufmerksamkeit jedoch sicher und er forderte mehr Weitsicht von den Anwesenden.

Sakana-kun stach unter den Experten deutlich heraus, er trägt nämlich grundsätzlich eine Mütze in Form eines Kofferfisches. Da das sein Markenzeichen ist, erhielt er bei der Sitzung die Sondererlaubnis, die Mütze tragen zu dürfen.

Besondere Auswirkungen hatte die Kopfbedeckung bei dem Forschungsausschuss für internationale Wirtschaft und auswärtige Angelegenheiten allerdings nicht. Bei dem Treffen ging es Sakana-kun um weitaus mehr als nur um seine Mütze.

Jeder einzelne soll sich mehr mit der Umwelt beschäftigen

Er erklärte bei der Sitzung verschiedene Umweltprobleme im Meer, die er auf Grundlage von Besuchen in verschiedenen Teilen Japans gesehen hat. Vor allem wies er auf das Abwandern der Fischlebensräume in den Norden hin. Verursacht wird die Bewegung durch die globale Erwärmung, die zu einer erhöhten Meerestemperatur führt. Ebenfalls sprach Sakana-kun über den Plastikmüll, der immer mehr das Wasser kontaminiert.

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Wenn jeder einzelne in der Bevölkerung über eine nachhaltige Gesellschaft nachdächte, würde es laut Sakana-kun Veränderungen geben. Die Menschen würden verschiedene Erfahrungen machen und eine Menge aus der Sicht der Fische und ihrer fünf Sinne lernen. Sakana-kun fordert dabei zum Handeln auf und die Anwesenden sollen sehen, was mit der globalen Umwelt passiert.

Unterstützung für seinen ungewöhnlichen Aufruf erhielt der Forscher von Yosuke Tsuruho von der liberaldemokratischen Partei und Leiter der Sitzung. Er setzte sich dafür ein, dass Sakana-kun seine Mütze aufbehalten darf und stimmte für die Erlaubnis, die am 5. Februar eingereicht wurde. Er begründete es damit, dass es weder die Würde noch den Anstand des Oberhauses verletzen würde.

Nach den eigentlichen Regeln ist es nämlich nicht erlaubt Hüte, Mützen oder Schals bei Sitzungen zu tragen, um die Würde des Hauses zu wahren. Bei der Sitzung am Mittwoch rief er Tsuruho hingegen nur als Zeuge auf, nachdem der Vorsitzende ihn aufgefordert hatte, als Ichthyologe seine Belege vorzustellen.

MS

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