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HomeNachrichten aus JapanJapanischer General, der Tausende Juden rettete, soll ein Denkmal erhalten

Enkel von General Higuchi plant Statue

Japanischer General, der Tausende Juden rettete, soll ein Denkmal erhalten

Japan hat während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Gräueltaten begangen. Allerdings gab es auch einige wenige, die zu stillen Helden wurden und oft heimlich Tausenden Juden das Leben retten. Einer von ihnen soll nun ein eigenes Denkmal erhalten.

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General Kiichiro Higuchi gehört zu den eher unbekannten Persönlichkeiten, welche Juden die Flucht vor den Nazis ermöglicht haben. Wie auch bei vielen anderen wurden Higuchis Heldentaten erst lange nach Kriegsende bekannt.

General half Juden bei der Flucht

Zwischen 1937 und 1938 ermöglichte er zusammen mit Yosuke Matsuoka in Harbin Juden die Grenze von Otpor (heute Zabaykalsk) in der UdSSR nach Manchouli, im damaligen japanischen Manchukuo, zu überqueren. Durch den sogenannten Otpor Vorfall wurden vermutlich um die 20.000 Juden gerettet, wobei einige Historiker nur von etwa 5.000 Menschen ausgehen.

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Higuchi sorgte damals dafür, dass die Geflüchteten was zu Essen und Medikamente bekommen, ein Ausreisevisum erhielten und nach Harbin oder Shanghai reisen konnten. Er selbst war sehr besorgt über das Vorgehen der Nazis gegen die Juden.

Für seine humanitäre Leistung soll Higuchi eine Bronzestatue in seiner Heimat Awajishim in Hyogo errichtet werden. Bisher ist als genaue Standorte ein Platz am Izanagi-jingu Schrein in Überlegung. Die Aufstellung selbst ist für 2022 geplant.

Statue soll mit Spenden finanziert werden

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Kosten wird das Projekt vermutlich um die 20. Millionen Yen. Zusammenkommen soll das Geld über eine Spendenorganisation, die noch bis Ende Mai gegründet werden soll und bisher noch keinen Namen hat.

Organisiert wird das Ganze von Higuchi’s Enkel, Professor Ryuichi Higuchi, der am 12. April ein Komitee zur Errichtung der Statue gegründet hat. Mitglied des Komitees ist Edward Luttwak, ein renommierter Experte für Militärstrategien, Politikwissenschaft und Geschichte für internationale Beziehungen.

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