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Besonders aus betroffenen Gebieten kommen viele Bestellungen

Japanischer Hersteller für Atemmasken steigert wegen Coronavirus die Produktion

Nach wie vor verbreitet sich in China und auf der Welt der neuartige Coronavirus. Während Experten hierzulande versuchen, zu beruhigen und keine Panik zu verbreiten, ist die Situation in China weiterhin ernst. Besonders die Nachfrage nach Atemmasken ist in den letzten Tagen deutlich angestiegen. Ein japanischer Hersteller verstärkt deswegen nun deutlich seine Produktion.

San-M Package sitzt in Shizuoka und produziert im Jahr um die 500 Millionen hygienische Atemmasken. Sie beliefern dabei sowohl den japanischen Markt, als auch den in Übersee. Aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus gaben sie am Dienstag bekannt, dass sie die Produktion steigern, um die Nachfrage zu decken.

Besonders aus Wuhan kommen viele Bestellungen

Alleine in den letzten vier Tagen haben sie wohl Bestellungen von um die 30 Millionen Masken erhalten. Um diese riesige Zahl zu bewältigen, wollen sie nun ebenfalls an Wochenenden und Feiertagen arbeiten. Wie lange sie allerdings für die Bestellung brauchen, konnten sie nicht sagen.

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Sie stehen dabei mit den großen Lieferanfragen nicht alleine da. Ein anderer Lieferant, der auf den Onlineverkauf von Kosmetika und Alltagsbedarf nach China spezialisiert ist, erhält gleichermaßen zahlreiche Bestellungen von Masken. Die Nachfrage ist so groß, dass nach Angaben der Firma der Umsatz in der letzten Woche 300 bis 600 Mal so hoch ist wie zur selben Zeit im letzten Monat.

Die Mehrheit der großen Bestellungen soll laut dem Unternehmen aus den stark betroffenen Gebieten kommen. Dazu gehören die Hubei-Provinz mit Wuhan, wo der Ausbruch begann, und die Hainan-Provinz. Aufgrund der vielen Bestellungen ist ihre Niederlassung in Matsudo, in der Nähe von Tokyo, stark mit dem Verschicken der Bestellungen beschäftigt.

In Japan geht mittlerweile ebenfalls die Angst vor der Krankheit um. Mindestens sieben Personen erkrankten dort schon an dem Virus. Die japanische Regierung ließ hingegen wegen der Sorge der Unternehmen und Familien japanische Staatsbürger aus Wuhan ausfliegen. Gleichzeitig wird jedoch vor Falschmeldungen gewarnt und die Bevölkerung soll nicht panisch werden. Bis jetzt ist die Situation in Japan unter Kontrolle und der Virus wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht stärker ausbreiten.

NHK

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