Anzeige
HomeNewsJapanischer Journalist wird in Myanmar wegen "Fake News" angeklagt

Journalist geht es körperlich gut

Japanischer Journalist wird in Myanmar wegen „Fake News“ angeklagt

In Myanmar halten weiterhin die Proteste gegen den Militärputsch an. Vor einigen Tagen wurde dabei ein japanischer Journalist festgenommen und seit dem im Yangon Gefängnis festgehalten. Am Montag wurde jetzt gegen ihn Anklage erhoben.

Die japanische Botschaft in Myanmar bestätigte, dass der 45 Jahre alte Yuki Kitazumi wegen der Verbreitung von „Fake News“ angeklagt wird. Der freiberufliche Journalist wurde bereits im Februar von den Sicherheitskräften festgenommen als er von einer Demonstration berichtete.

Journalisten drohen bis zu drei Jahre Haft

Er wurde jedoch am selben Tag noch freigelassen und berichtet weiterhin von der brutalen Behandlung der Demonstranten. Über soziale Medien und andere Seiten veröffentlichte er als einer der wenigen ausländischen Reporter seine Berichte zur Gewalt durch das Militär. Dem Militär gefiel das jedoch gar nicht.

LESEN SIE AUCH:  Menschen aus Myanmar stellen in Tokyo brutales Vorgehen des Militärs nach

Bei seiner zweiten Festnahme am 18. April wurde erstmals seine Wohnung durchsucht und Besitz beschlagnahmt. Sollte er wirklich wegen angeblicher Falschmeldungen verurteilt werden, drohen ihm bis zu drei Jahre Haft.

Laut der Botschaft soll es Kitazumi trotz seiner Situation gut gehen und er habe keine gesundheitlichen Probleme. Es wird weiterhin versucht, ihn so schnell wie es geht freizubekommen und Japan drängt das Militär zu einer Entlassung. Chefkabinettssekretär Katsunobu Kato hatte bereits April 20. eine sofortige Freilassung gefordert.

Lage in Myanmar bleibt gefährlich

Gleichzeitig hat die japanische Regierung zu einem Ende der Gewalt aufgerufen und fordert alle beteiligten Parteien zu Gesprächen auf. Die Botschaft warnt in der Zwischenzeit alle Japaner in Myanmar davor sich an den Demonstrationen zu beteiligen oder sich in der Nähe von ihnen aufzuhalten. Seit Kurzem wird auch vor dem Fotografieren von Protesten gewarnt.

Seit dem Staatsstreich am 1. Februar wurde ein großer Teil der Regierung in Myanmar festgenommen, darunter auch Staatschefin Aung San Suu Kyi. Es wird berichtet, dass bereits mehr als 700 Menschen bei den pro demokratischen Protesten durch die Sicherheitskräfte ermordet wurden. Das Militär streitet das ab und bezeichnet derartige Meldungen als „Fake News“

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen