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Japanischer Jungunternehmer unterstützt LGBT Mitglieder bei der Stellensuche

Der japanische Jungunternehmer Kento Hoshi hat ein Unternehmen gegründet, mit dem er Mitgliedern der LGBT bei der Stellensuche helfen will.

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Kento Hoshi gehört mit seinen 24 Jahren definitiv nicht zum alten Eisen. Dennoch hat der junge Mann vor zwei Jahren sein eigenes Unternehmen gegründet, mit dem er homosexuelle und bisexuelle Menschen, sowie Transgender (LGBT) unterstützen will. Nachdem Hoshi von den sehr negativen Erfahrungen einer Bekannten hörte und auch selbst einige Probleme hatte, gründete er sein Unternehmen. Die Bekannte war als Mann registriert, identifiziert sich aber als Frau.

Als sie bei einem Vorstellungsgespräch über ihre Identität sprach, wurde ihr unfreundlich mitgeteilt, dass es „so jemanden wie sie in dem Unternehmen nicht gäbe“. Im Anschluss wurde das Vorstellungsgespräch abrupt beendet. Niedergeschlagen verließ die Freundin kurz darauf die Universität und brach auch den Kontakt zu Hoshi ab, dem der Vorfall aber im Gedächtnis blieb. Aus diesem Grunde entschied er sich, etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu unternehmen.

Kento glaubt daran, dass Arbeitsleistung nichts mit sexueller Orientierung zu tun hat. Er möchte dazu beitragen eine Gesellschaft zu schaffen, in der alle LGBT-Mitglieder bei der Arbeit bleiben können. Da Hoshi selbst homosexuell ist und eher eine feminine Seite besitzt, hatte er, als er seine sexuelle Orientierung in der Sekundarstufe II bemerkte, ebenfalls Probleme und wurde gemobbt. Doch als er sich an einen Lehrer wandte, um einen Rat zu erhalten, wurde ihm nur gesagt, dass er „männlicher“ sein soll, was ihm das Gefühl gab, nirgendwo wirklich dazu zu gehören.

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Doch 2015 gewann er als Student des Abschlussjahres die Meisterschaft in einem studentischen Unternehmenswettbewerb. Dort schlug er eine Dienstleistung vor, die den Aufbau von Verbindungen zwischen LGBT-Mitgliedern und Unternehmen unterstützen solle. Bereits ein Jahr später gründete er mit dieser Idee sein eigenes Unternehmen in Tokio. Sein Unternehmen betreibt Webseiten, auf denen Informationen über Unternehmen gespeichert sind. Unter anderem kann man dort nachlesen, ob eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft akzeptiert wird. Bisher haben bereits mehr als 70.000 Menschen die zwei Webseiten des Unternehmens abonniert.

Zusätzlich nimmt die Firma auch Anfragen nach Inhouse-Schulungen zur Vertiefung des Verständnisses entgegen und begann im Juli mit der Vermittlung von Arbeitssuchenden an potenzielle Arbeitgeber. Bereits bis Ende November verzeichnete Hoshis Firma elf erfolgreiche Stellenvermittlungen. Auch wenn Kento Hoshi manchmal unbedachte Messages bekommt, hat er sich vorgenommen, seine Freundin, zu der er bis heute keinen neuen Kontakt herstellen konnte, immer in Erinnerung zu behalten.

  • Themen im Artikel:
  • LGBT
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