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Japanischer Künstler setzt sich für Flüchtlinge ein

Dem Künstler geht es ums Prinzip

Der zeitgenössische japanische Künstler Yoshitomo Nara ist vor allem für sein Gemälde eines kleinen Kindes, das mit seinen Blicken die Zuschauer zu verfolgen scheint, bekannt. Er nahm an einem Vortrag teil, bei dem er über seinen Besuch eines Flüchtlingslagers in Jordanien sprach. Der Maler forderte dabei mehr Aufmerksamkeit für geflüchtete Menschen.

Nara, der im März im Rahmen einer Hilfsaktion die Lager Zaatari und Arzaq besuchte, präsentierte Schnappschüsse von lachenden Kindern und dazu einige syrische Gerichte, die der Maler selbst probiert hatte. Gleichzeitig brachte er ein Bild eines syrischen Künstlers mit, das er in einem der Lager kaufte. Nara fordert die Zuhörer auf, sich in die Geflüchteten hineinzuversetzen.

Der Künstler erklärte, dass es ihm in erster Linie nicht um eine Unterstützung der syrischen Flüchtlinge geht. Vielmehr wolle er einen Geist der Fürsorge heraufbeschwören, der allen Menschen in Schwierigkeiten hilft. Oft beginne es damit, bei kleinen Dingen zu helfen und andere damit zu unterstützen, die dann wiederum diese Güte weitergeben sollen.

Der Maler selbst sieht seine Kunst als eine Möglichkeit, andere mit seinen Fähigkeiten zu unterstützen. Die Kunstwerke von Nara enthalten oft Friedensbotschaften. Bereits seit 2002 setzt sich der Künstler für verschiedene Hilfsorganisationen ein und besuchte im Zuge dessen Flüchtlingslager in Afghanistan und Pakistan.

Obwohl der Besuch nicht dazu gedacht war, sich Inspirationen für neue Kunstwerke zu suchen, erklärte Nara, dass sich seine Erfahrungen in kommen Werken widerspiegeln werden. Vor allem die Lebensfreude der in schwierigen Situationen steckenden Menschen habe ihn beeindruckt. Gleichzeitig möchte der Künstler eine realistische Sicht auf das Leben der Flüchtlinge in seine Kunst einfließen lassen.

Nara ist bereits seit langem für Flüchtlinge aktiv

Bis Juni 2019 gab es laut den Vereinten Nationen rund 5,4 Millionen registrierte syrische Flüchtlinge. Viele von ihnen leben in den Nachbarländern, wie der Türkei, dem Libanon oder Jordanien. Japan verfolgt eine strenge Einwanderungspolitik. So holt das Land vor allem Ausländer mit hohen Qualifikationen in den Bereichen Medizin und Juristik ins Land, während es nur eine kleine Anzahl Flüchtlinge aufnahm.

Im Jahr 2018 erhielten nach Angaben des Ministeriums für Justiz nur 42 von 10.493 Asylbewerben den Status als Flüchtling anerkannt. Die letzte Reise von Nara wurde von einer japanischen Organisation unterstützt, die sich auf humanitäre Soforthilfe spezialisiert. Dabei geht es vor allem um die Organisation zwischen den Akteuren, die den Flüchtlingen helfen und den verschiedenen Regierungen.

Quelle: Kyodo

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