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Sorge vor Corona-Mutationen

Japanischer Minister wegen sinkender Zahl an Maskenträgern besorgt

In Japan beruhigt sich die Coronalage ganz langsam wieder. Die Gefahr ist allerdings noch nicht gebannt, weswegen sich Japans Minister für wirtschaftliche Wiederbelebung Sorgen um die sinkende Zahl an Maskenträgern macht.

Am 11. Juni rief Minister Yasutoshi Nishimura dazu auf, dass Menschen weiterhin Gesichtsmasken tragen. Eine Regierungsumfrage hat kürzlich gezeigt, dass vor allem am Arbeitsplatz und in der Schule weniger Menschen einen Mundschutz tragen.

Weniger Masken in Schulen und am Arbeitsplatz

Seit Januar 2020 werden von dem Kabinettsbüro für die Kontrolle neuartiger Coronavirus-Erkrankungen zweimal im Monat landesweite 1.000 Personen zwischen 10 und 79 Jahren online zu den Corona-Maßnahmen befragt. Diesen Mai gaben 91,1 Prozent an, dass sie eine Maske in der Schule und am Arbeitsplatz tragen.

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Das war bereits ein Rückgang von 1,8 Prozent. Im Mai fiel die Zahl auf 89,2 Prozent. Bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen in Supermärkten oder im Convenience Store trugen 95,3 Prozent und 95,5 Prozent eine Maske. Das ist ein Minus von 0,6 Prozent.

Bisher lag die Quote ab April monatlich bei zwischen 80 Prozent und 99 Prozent. Nur zwischen Januar 2020 und März 2020 gab es Tiefstwerte von 40 Prozent bis 89 Prozent. Allerdings sind diese Zahlen auf den akuten Mangel an Masken zurückzuführen, der in dem Zeitraum herrschte.

Hitze wird zu einem Problem

Trotzdem ist Nishimura besorgt, da mittlerweile auch in Japan neue Corona-Variationen aufgetaucht sind, die deutlich ansteckender sind. Er befürchtet, dass durch das warme Wetter die Maskenrate weiter sinkt und die Ausbreitung der neuen Arten dadurch beschleunigt wird.

Nishimura versteht, dass die Hitze ein Problem ist und er ist sogar dafür, draußen mit dem Mundschutz flexibel zu sein, um keinen Hitzschlag zu bekommen. An Schulen und Arbeitsplätzen sollte man trotzdem weiterhin eine Maske tragen, da es schnell zu Clusterinfektionen kommen kann, wie sich in Okinawa zeigte.

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