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Versammlungsvorsitzender drängte zur Entschuldigung

Japanischer Politiker entschuldigt sich nach Protesten für LGBT-Kommentar

MS – Letzten Monat sorgte ein Mitglied der LDP mit einem Kommentar zu LGBT-Rechten in Japan für große Empörung. Nun gab Masateru Shiraishi bekannt, dass er sich förmlich entschuldigen wird.

Der 78 Jahre alte Politiker, der Mitglied der Bezirksversammlung von Adachi, Tokyo ist, wird sich laut Vorsitzenden nächste Woche am 20. Oktober entschuldigen und seine Aussage wieder zurücknehmen.

Politiker wollte sich eigentlich nicht entschuldigen

Er soll damit der Aufforderung des obersten Abgeordneten von Adachi nachkommen, der ihn zu der Entschuldigung und der Rücknahme aufgefordert hatte. Das Datum für seine Entschuldigung hatte Shiraishi hingegen selbst festgelegt.

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Shiraishi selbst hatte kurz nach seinem Kommentar mehrmals in TV-Shows betont, dass er sexuelle Minderheiten nicht diskriminieren wollte. Allerdings gab er auch an, dass er sich trotzdem nicht entschuldigen will und auch bei seiner Aussage bleiben will.

Bevölkerung fordert den Rücktritt

Der Versammlungsvorsitzende, Akira Shikahama, entschuldigte sich hingegen bei der Online-Bekanntmachung ehrlich für den Vorfall und dass Personen durch die Äußerungen verletzt wurden. Weiter ging er allerdings ebenfalls nicht auf den Fall ein.

Shirashi hatte sich gegen den Schutz von LGBT-Personen ausgesprochen, da sie angeblich sonst den Untergang für den Bezirk bedeuten. Er gab dabei indirekt an, dass Homosexuelle an Japans niedriger Geburtenrate schuld seien. Das löste landesweit eine große Protestwelle aus und eine Petition forderte für den Rücktritt von Shiraishi, der bereits seit 11 Amtszeiten seinen Sitz hat.

Zu letztem Monat hatte die besagte Petition auf Change.org bereits mehr als 2.500 Unterschriften erreicht. Online wird trotz der Ankündigung auch weiter ein Rücktritt verlangt, da Shiraishi zur Entschuldigung gedrängt wurde und es gar nicht ernst meint.

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