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Angebliches Rauschmittel bestand unter anderem aus Minze, Kandiszucker und Mehl

Japanischer Student wird wegen gefälschter Drogen aus Süßigkeiten angezeigt

In Japan ist das Thema Drogen ein absolutes Tabu und wer mit Rauschmitteln erwischt wird, muss mit hohen Strafen rechnen. Aus diesem Grund ist eine Anzeige in Nagoya jedoch umso skurriler. Ein Universitätsstudent soll vor Gericht kommen, da er Drogen verkauft hat, die gar keine Drogen waren.

Am Freitag reichte die Staatsanwaltschaft von Nagoya offiziell eine Strafanzeige gegen den 21 Jahre alten Mann aus Kasugai, Aichi ein. Laut Polizei soll er auf sozialen Medien Anzeigen geschaltet haben, wo er die gefälschten Drogen angeboten und verkauft hat. Ab Juni 2019 soll er auf verschiedenen Seiten die Anzeigen geschaltet haben.

Süßigkeiten statt Drogen

Gefährliche Substanzen enthielten sie allerdings nicht und bestanden nur aus Minze, Kandiszucker, Backpulver und anderen harmlosen Zutaten. Dazu soll der Student im November 2019 Nachrichten geschrieben haben, die auf richtige Drogen hinwiesen.

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Unter anderem schrieb er, dass er ein Gramm Drogen für 35.000 Yen mit zwei Spritzen verkaufen würde. Er verwendete dabei typischen Dealer-Slang, um den genauen Inhalt der Nachricht zu verschleiern und um authentisch zu wirken.

Den Kontakt mit seinen Kunden nahm er laut Polizei wohl mit einer Kommunikations-App auf, die mit Verschlüsselungen streng vertrauliche Gespräche sicherstellen soll. Die Übergabe der angeblichen Drogen soll dann in den meisten Fällen an der JR Nagoya Station stattgefunden haben, wo er die falschen Drogen direkt in Spritzen oder anderen Behältern übergab.

Echte Drogen waren dem Studenten zu riskant

Bei einer Hausdurchsuchung im August fanden sie die Zutaten für die nachgemachten Drogen. Die Polizei sieht in dem ganzen Verkauf eine Verletzung des Gesetzes zum Verbot, Menschen zum Konsum von Drogen zu motivieren, und reichte bei der Staatsanwaltschaft den Untersuchungsbericht ein.

Der junge Mann gab bereits zu, dass er die falschen Drogen hergestellt und verkauft hat. Er erklärte, dass er mindestens 800 Euro mit den gefälschten Drogen verdient hat. Ihm seien echte Drogen zu riskant gewesen, er dachte aber, dass selbst er mit nachgemachten Drogen handeln könnte. Ob Menschen durch die falschen Drogen zu Schaden gekommen sind, ist nicht bekannt.

MS

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