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Japanischer Tätowierer freigesprochen

Am Mittwoch hat ein japanisches Obergericht einen Tätowierer aus Osaka freigesprochen, der vom Bezirksgericht in Osaka wegen des Tätowierens ohne ärztliche Genehmigung angeklagt wurde.

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Der Tätowierer aus Osaka, Taiki Masuda, wurde im September 2017 vom Bezirksgericht verklagt, da er zwischen Juli 2014 und März 2015 in seinem Haus und Studio in Suita (Präfektur Osaka) die Arme und andere Körperteile von drei Frauen tätowierte, ohne eine zugelassene medizinische Praxis zu besitzen.

Der Tätowierer wurde im September zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 150.000 Yen (etwa 1.165 Euro) verurteilt. Als Grund für die Verurteilung gab das Bezirksgericht damals an, dass das Tätowieren möglicherweise eine Hautschädigung oder Allergie verursachen könne. Deshalb würden Tätowierer medizinisches Wissen und Fachwissen benötigen.

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Nur so können sie die Risiken verstehen und Situationen richtig beurteilen und behandeln. Bereits im August 2015 wurde Masuda vor Gericht gestellt. Damals sollte er in einem vereinfachten Strafverfahren eine Summe von 300.000 Yen (etwa 2.331 Euro) bezahlen. Doch er weigerte sich, diese Strafe zu begleichen.

Und Masuda hat recht behalten, denn das Obergericht hat nun entschieden, dass ein Tätowierungsverfahren nicht medizinisch relevant ist. Deshalb stellt es auch keinen medizinischen Akt dar, der nach dem Arztrecht kontrolliert wird. Aus diesem Grunde wurde der Tätowierer nun freigesprochen. Ob Taiki Masuda nun wieder als Tätowierer weiterarbeitet, ist bisher nicht bekannt.

Quelle: Kyodo News

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