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Japanischer Tanker am Golf von Oman vermutlich angegriffen

Japanischer und ein taiwanische Tanker trafen mehrere Explosionen am Golf von Oman

Japan ist in einigen Bereichen auf Exporte aus aller Welt angewiesen, da das Land bestimmte Rohstoffe nicht selbst besitzt. Doch das Meer ist als Transportweg nicht unbedingt die sicherste Möglichkeit, wie sich am Donnerstag erneut zeigte. Ein japanischer Tanker wurde zusammen mit einem anderen Schiff in der Nähe der Straße von Hormus am Golf von Oman angegriffen, wie die japanische Regierung mitteilte.

Bei dem Tanker handelt es sich um einen 19.349-Tonner mit dem Namen Kokuka Courageous von einer Reederei in Hamburg. Sie war für das japanische Unternehmen Kokuka Sangyo Co. im Einsatz. Als Fracht hatte er laut Mitsubishi Gas Chemical Co. Methanol geladen. Der zweite Tanker ist die Front Altair, die ein taiwanisches Unternehmen namens CPC Corp. charterte. Sie war jedoch mit Petrochemikalien unterwegs.

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Es ist noch nicht ganz klar, wann und wie es zu dem Angriff auf beide Tanker kam. Bis jetzt ließ sich nur bestätigen, dass die Kokuka Courageous innerhalb von drei Stunden zweimal von etwas getroffen wurde. Aufgrund des Schadens musste die komplette 21 Mann starke philippinische Besatzung vom Iran gerettet werden. Der Tanker ist aktuell führerlos und treibt an der Stelle des Vorfalls.

Der Front Altai ging es leider weniger gut. Nach dem mutmaßlichen Angriff brach Feuer aus, sie sank nach dem aktuellen Wissensstand jedoch nicht. Laut den Betreibern ist die komplette Crew ebenfalls in Sicherheit. Der genaue Schaden und die aktuelle Lage sind hingegen bei beiden Frachtern weiter unklar.

Ölpreis steigt nach dem Angriff

Nach ersten Details kam es bei der Kokuka Courageous zu einer Explosion von außen, die die Schiffshülle über dem Wasserspiegel beschädigte. Es besteht die Vermutung, dass eine Seemine hinter der Explosion steckt. Die United Kingdom Maritime Trade Operations will mit Partnern den Angriff nun genauer untersuchen.

Yutaka Katada, Präsident von Kokuka Sangyo, äußerte sich hingegen schon zu dem Vorfall. Er verstehe nicht, wieso jemand den Tanker angriff. Gleichzeitig ist er äußerst verärgert, dass Leben bedroht waren. Doch der Vorfall hat nicht nur für ihn große Auswirkungen.

Nach dem Angriff schoss der Preis für Öl regelrecht in die Höhe. Kurz nach der ersten Meldung kletterte der Preis auf 53 Dollar pro Fass, was vier Prozent mehr als am Tag zuvor sind. Obwohl Japan knapp 90 Prozent seines Öls aus dem Mittleren Osten importiert, beruhigt die Regierung. Der Vorfall stelle kein Problem für die Energieversorgung des Landes da.

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Beide Frachter befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Golf von Oman in der Nähe der Straße von Hormus. Der japanische Tanker kam aus Saudi-Arabien und sollte nach Thailand und Singapur. Front Altair war auf dem Weg nach Taiwan. Gleichzeitig befindet sich der japanische Premierminister Shinzo Abe aktuell für einen Staatsbesuch im Iran und spricht über den Konflikt aufgrund des Atomabkommens. Ob es zwischen dem Besuch und dem Vorfall eine Verbindung gibt, lässt sich noch nicht sagen.

Es ist dabei nicht das erste Mal, dass es zu einem derartigen Angriff kommt. Letzten Monat beschädigten angeblich Seeminen vier Frachter in derselben Region. Zu dem Zeitpunkt beschuldigten die USA und Saudi-Arabien den Iran für den Angriff. Die stritten jedoch jegliche Beteiligung daran ab. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien sind nach dem neuesten Angriff jedoch noch besorgter. Derartige Fälle im Golf stellen ein großes Risiko für die regionale Sicherheit und den globalen Ölvorrat da.

Quelle: Reuters

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