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App verbindet Bewegungsprofile mit Datenschutz

Japanischer Teenager entwirft mobile App zur Kontaktverfolgung

Eine App zur Kontaktverfolgung wird im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie als wichtig angesehen. Auch die deutsche Regierung arbeitet an so einer App, wobei der erste Versuch von Datenschützer scharf kritisiert wurde.

In Japan hat nun ein Teenager so eine App für das iPhone entwickelt, die auch alle Datenschutzkriterien einhält.

App des Teenagers verbindet Kontaktverfolgung mit Datenschutz

Der 16-jährige Syu Kato hat die App Asaito so konzipiert, dass Menschen ihre eigenen Bewegungsprofile direkt in ihrem Mobiltelefon speichern und nicht an einen Server senden.

Die App funktioniert wie ein Tagebuch, zeichnet das Bewegungsprofil automatisch auf. Wird ein Nutzer positiv auf das Virus getestet, kann er das Bewegungsprofil abrufen und an die Gesundheitsbehörden weitergegeben, die dann entsprechende Schritte einleiten.

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Durch den landesweiten Ausnahmezustand, werden die Menschen in Japan gebeten, zu Hause zu bleiben. Die Verfolgung ihrer Bewegungen ist dabei ein entscheidender Weg, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus zu kontrollieren.

Die App kann dabei helfen, dass sich das Land schnell wieder öffnen kann, wenn man die Bewegungsmuster dafür nutzt, um Infektionscluster zu identifizieren.

Bereits ein neues Projekt in Arbeit

Kato hat schon früh mit dem Schreiben von Programmen angefangen. In der sechsten Klasse entwickelte er ein Programm zum Schreiben von Buchberichten. 2017 gewann er den „Super Creator“-Preis der Mitou Foundation für seinen DrawCode, der das Schreiben von HTML vereinfacht, sodass auch Kinder sie schnell lernen können.

Yu Ukai, der die Jugendförderung der Stiftung leitet, zeigte sich beeindruckt von Katos Leidenschaft und der Geschwindigkeit, mit der er Probleme identifiziert und Lösungen findet.

„Es gibt viele Möglichkeiten, wie junge Menschen wie Syu während der Pandemie einen Beitrag zur Gesellschaft leisten können, da die Krise viele Herausforderungen aufzeigt, die mithilfe von Technologie gelöst werden können“, sagte Ukai.

Das neuste Projekt von Kato ist eine Webseite, auf der Restaurants und Kunden Informationen zu Menüs und Lieferungen austauschen können.

Tokyo und andere Großstädte haben Uber Eats und andere Dienstleistungen. Aber an Orten wie Hokkaido, wo Kato lebt, ist es für Menschen schwieriger, Restaurant zu finden, die Menüs zum Mitnehmen anbieten.

TJT

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