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Japanisches Buch soll über Diskriminierung sexueller Minderheiten aufklären

Sexuelle Minderheiten haben in Japan weiter einen schweren Stand

Die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten ist in Japan noch immer ein Problem. Das Buch einer Gruppe, die sexuelle Minderheiten unterstützt, soll jetzt ein Bewusstsein für die Diskriminierung schaffen.

Das Buch trägt den Titel „Hajimeyou! SOGI hara no nai gakkou, shokuba zukuri“ (Lasst uns anfangen, Schulen und Arbeitsplätze ohne SOGI-Belästigung zu bauen!) und will aufzeigen, wie die sogenannte SOGI-Diskriminierung (Belästigung aufgrund sexueller Orientierung und Geschlechteridentität) abläuft. Die Gruppe möchte dafür sorgen, dass ein Bewusstsein geschaffen wird, wie verletzend bereits abwertende Worte sein können.

Typische SOGI-Belästigungen werden vorgestellt

„SOGI-Belästigung ist eine Frage des Lebens. Es gibt Menschen unter den sexuellen Minderheitengruppen, die das Gefühl haben, nirgendwohin zu gehören und die Selbstmord begangen haben (als Folge davon)“, sagte Gon Matsunaka, Leiter der Gruppe namens Nakuso! SOGI hara jikkou iinkai (Lasst uns den SOGI Vorstand loswerden). Er empfiehlt das Buch vor allem für Menschen, die keine Erfahrung im Umgang mit sexuellen Minderheiten haben.

Im Buch werden typische Situationen der SOGI-Belästigung vorgestellt, einige davon in Comics. In einem Fall wird ein schwuler Student von seinen Klassenkameraden ignoriert, in einem anderen wird eine Transgender-Frau von ihrem Vorgesetzten unter Druck gesetzt, zu wechseln oder zu kündigen, weil sie „den Frieden am Arbeitsplatz stört“.

Schule ist ein besonderer Schwerpunkt

Ein großer Teil des Buches widmet sich schulischen Fällen, denn für die Gruppe ist die Phase des Heranwachsens umso bedeutsamer. Im Buch wird erklärt, dass Schulpersonal erkennen müsse, dass „es nicht so sei, dass es keine Schüler sexueller Minderheiten gebe, sondern dass die Schule kein sicherer Ort für ein Outing sei.“ Daher müsse sich das Schulpersonal informieren und versuchen, den betroffenen Schülern zu helfen. Auch die Risiken durch ein Outing durch Dritte werden beschrieben.

Sensibilisierung von Lehrern sowie Eltern für SOGI-Fälle

Die Warnung erfolgt auf Grundlage von Fällen, in denen Schülern mit ihren Lehrern über ihre sexuelle Identität sprachen. Die Lehrer informierten dann aber die Eltern der Schüler, was diese in eine sehr missliche Situation brachte. „Es ist wichtig (für Lehrer), mit dem Schüler über die Absichten des Schülers zu sprechen und darüber, wie viele Informationen er gerne preisgibt“, rät die Gruppe.

Das Buch kostet 1.728 Yen (14,64€) und wurde von Otsuki Shoten herausgegeben.

Quelle: kyodo

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