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Reaktoren 6 und 7 des Kernkraftwerks sollen wieder in Betrieb gehen

Japanisches Energieunternehmen will Reaktoren in Kashiwazaki stilllegen

Das japanische Energieunternehmen TEPCO gab am Montag bekannt, dass sie über die Stilllegung eines oder mehrerer Reaktoren in ihrem Kernkraftwerk Kashiwazaki in der Präfektur Niigata nachdenken.

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TEPCOs Präsident Tomoaki Kobayakawa sagte, dass die Stilllegung im Werk Kashiwazaki-Kariwa nordwestlich von Tokyo zu den Bedingungen des Bürgermeisters der Stadt gehört, um die Reaktoren 6 und 7 neu zu starten.

Keine konkrete Zusage von TEPCO

Während eines Treffens mit Sakurai stellte Kobayakawa fest, dass derzeit die Reaktoren 1 bis 5 instand gehalten werden müssen. Allerdings merkte er an, dass das Unternehmen die Stilllegung eines oder mehrerer Reaktoren in Betracht ziehen wird, sobald man der Ansicht ist, dass das Unternehmen genug Strom aus nicht fossilen Quellen mit begrenzten Treibhausgasemissionen sichern kann.

„TEPCO hat mir die beste Antwort gegeben, die ich mir vorstellen kann“, sagte Bürgermeister Masahiro Sakurai und zeigte sich zufrieden, obwohl TEPCO nicht genau angab, wie viele Reaktoren stillgelegt werden könnten.

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Im Juni 2017 forderte Sakurai das Energieversorgungsunternehmen auf, innerhalb von zwei Jahren einen Plan für die Verschrottung von Reaktoren vorzulegen und fragte nach Einzelheiten. Darunter auch, wie viele und welche Reaktoren bis wann außer Betrieb genommen werden. Außerdem kritisierte er, dass man etwas als „Plan“ bezeichnet, für das es aber keinen „Plan“ gibt.

Reaktoren in Kashiwazaki-Kariwa stehen zu nah aneinander

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TEPCO, dessen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi 2011 durch das Erdbeben und den Tsunami zerstört wurde, hat mit vielen Entschädigungszahlungen zu kämpfen. Das Unternehmen versucht, die Reaktoren Nr. 6 und 7. seines Kraftwerks Kashiwazaki-Kariwa in Betrieb zu nehmen, um den Wiederaufbau des Geschäfts voranzutreiben. Aktuell sind alle 7 Reaktoren im Kraftwerk offline.

Bürgermeister Masahiro Sakurai forderte das japanische Energieunternehmen dazu auf, einige Reaktoren zu verschrotten, da sie sehr nah beieinander gebaut wurden und ein Unfall eine Kettenreaktion auslösen könnte.

TEPCO hat für die Reaktoren Nr. 6 und 7 die Genehmigung der Nuclear Regulation Authority erhalten, die für den Neustart seit Dezember 2017 erforderlich sind. Außerdem hat das Unternehmen an der Verbesserung der Sicherheit gearbeitet. Für den geplanten Neustart muss es jedoch noch die Zustimmung vor Ort einholen.

Quelle: Kyodo

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