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Japanisches Gericht erkennt Vaterschaft für ungewolltes Kind aus IVF-Ei an

Das Familiengericht in Nara, Japan hat die Klage eines Mannes abgewiesen, der die Vaterschaft für ein Kind ablehnen wollte, das ohne seine Einwilligung durch IVF gezeugt wurde.

Natürlich geht eine Vaterschaft oder allgemein Schwangerschaft normalerweise immer mit einer gewissen Einwilligung einher, zumindest wenn alles auf freiwilliger Basis passiert. Doch der Mann, der sich mit seiner Frau zerstritten hatte, wusste nichts davon, dass sie sich in einer Klink künstlich befruchten ließ. Aus diesem Grund hat der ungewollte Vater nun auch die Vaterschaft angefochten. Im Mittelpunkt des Prozesses stand vor allem die Frage, ob eine Bestimmung des Bürgerlichen Gesetzbuches auf den Fall angewendet werden soll.

In dieser Bestimmung steht, dass ein Kind, das während der Ehe gezeugt wird, auch als Kind des Ehemannes angenommen werden soll. Immerhin erregte der Prozess Aufmerksamkeit, da in immer mehr modernen Familienbeziehungen eine Zunahme von In-vitro-Fertilisationen (IVF), also künstlichen Befruchtungen, festzustellen ist. Das Familiengericht in Nara entschied, dass der ausländische Vater auf Grundlage des Bürgerlichen Gesetzbuches als Vater festgestellt werden konnte, da er zum Zeitpunkt der Schwangerschaft noch mit seiner Frau liiert war.

Im Oktober 2016 reichte der Mann eine Klage ein, um eine Vater-Kind-Beziehung zu dem jetzt zweijährigen Mädchen abzulehnen. Doch seine Exfrau meinte während des Prozesses, dass es keine rechtliche Grundlage für den Mann gebe, seine Vaterschaft unter diesen Umständen zu leugnen. Laut der Anklageschrift heiratete das Paar 2004. Fünf Jahre später begannen die beiden eine Fruchtbarkeitsbehandlung und nach dem Einsetzen von befruchteten Eizellen wurde der älteste Sohn der Familie im November 2011 geboren.

Zwei Jahre später trennte sich das Ehepaar jedoch voneinander. 2014 ließ sich die Exfrau allerdings ein weiteres Mal befruchtete Eizellen einsetzen, die noch vor der Trennung des Paares eingefroren und so konserviert wurden. Im April 2015 wurde das kleine Mädchen geboren, bevor der Mann sich im Oktober 2016 von seiner Frau scheiden ließ.

Neben der Vaterschaftsklage reichte der Mann auch eine Entschädigungsklage gegen die Frau und die betroffene Klink ein, in der er 20 Millionen Yen (etwa 151.140 Euro) verlangte, da er durch den Vorfall laut eigener Aussage seelisch gelitten habe. Die Klinik sagte, sie hätten angenommen, dass beide Elternteile mit der Transplantation der befruchteten Eizellen einverstanden sind, da das Paar nicht um die Entsorgung der befruchteten Eizellen gebeten hatte.

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1 Kommentar

  1. Frau können ihre Kinder weggeben. Männer werden Tür Vaterschaft gezwungen, auch wenn sie vorher nichts von dem Kind wusste, das Kind ohne sein Wissen gar nicht von ihm ist oder auch wenn er ausdrücklich sagt daß er keine Kinder haben will. Frauen dürfen ihre Entscheidungen korrigieren. Männer müssen die Verantwortung für die Entscheidung von Frauen mit tragen. E-q-u-a-l-i-t-y

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