• Japan News
  • Kazé Anime Nights
Anzeige
Home News Japanisches Krankenhaus muss HIV-Infiziertem Schadensersatz wegen Jobabsage zahlen

Japanisches Krankenhaus muss HIV-Infiziertem Schadensersatz wegen Jobabsage zahlen

Es gibt keine Verpflichtung seine HIV-Infektion bei einem Jobangebot vorzulegen

Menschen, die sich mit HIV infiziert haben, haben es immer noch nicht einfach im Alltag. Vorurteile und Diskriminierungen sind nach wie vor ein Problem. Wie tief das Problem noch ist, zeigte kürzlich ein Fall in Hokkaido. Einem HIV Infizierter wurde ein Jobangebot aufgrund seines Status verweigert. Nun muss der Krankenhausbetreiber ihm Schadensersatz zahlen.

Das Bezirksgericht von Sapporo entschied am Dienstag, dass das Krankenhaus dem geschädigten Mann um die 13.807,20 Euro als Entschädigung zahlen muss. Die Einrichtung wollte den aktuell 30-Jährigen im letzten Jahr nicht einstellen, da er zuvor seine HIV-Infektion ihnen gegenüber nicht angab. Dezember 2017 bewarb sich der Mann für den Job und sollte anschließend Februar 2018 als Sozialarbeiter in einer der medizinischen Einrichtungen des Krankenhauses arbeiten.

Krankenhaus verstößt eindeutig gegen das Gesetz

Dazu kam es allerdings nie, da das zuständige Krankenhaus im Januar 2018 das Jobangebot plötzlich zurückzog. Sie begründetet ihre Reaktion damit, dass er falsche Angaben gemacht habe, nachdem sie aus seinen medizinischen Unterlagen von der HIV-Infektion erfahren hatten. Er reicht jedoch ohne weiteres ein Dokument vor, das belegte, dass keine Ansteckungsgefahr bei der Arbeit besteht. Trotzdem wurde ihm die Stelle weiter verweigert, weil er seine Infektion verschwieg.

Mehr zum Thema:
Zahl der HIV Neuinfektionen und AIDS in Japan sinkt zum zweiten Mal

Laut dem Gericht ist das jedoch sein gutes Recht und nach der lokalen Sozialhilfegesellschaft ist die Reaktion des Krankenhauses illegal. Der Mann selbst reichte kurz nach dem Vorfall eine Klage ein. Das Zurückziehen des Jobs sei illegal, wenn er nicht zur Meldung verpflichtete ist und er dank Medikamenten eine Ansteckung vollständig ausschließen kann. Der Vorsitzende Richter Takaaki Muto selbst erklärte, dass das Infektionsrisiko so gering ist, dass es ignoriert werden kann, weswegen eine Meldung nicht nötig ist. Aus dem Grund muss der Krankenhausbetreiber den Mann nun entschädigen, dem sie den Job verweigerten. Allerdings ist die Summer deutlich niedriger, als die ursprünglich angestrebten 27 Tausend Euro.

Beim Schuldspruch wies Muto zusätzlich darauf hin, dass das Krankenhaus mitverantwortlich ist, dass sich die Diskriminierung und Vorurteile gegenüber HIV-Infizierten verschärfen. Nach dem japanischen Gesetz ist es streng verboten HIV Infizierte diskriminierend oder benachteiligten am Arbeitsplatz zu behandeln. Trotzdem kämpfen die Betroffenen nach wie vor mit den Vorurteilen und Anfeindungen im Land.

Quelle: MS

Anzeige
Anzeige

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Japan erleben

Korea erleben

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück