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Politiker wollte informieren

Japanisches Stadtversammlungsmitglied verteilt Anti-Impf-Flyer an Kinder

MS: In Japan nehmen Verschwörungstheorien und der Widerstand gegen die Corona-Impfungen zu. Ein Stadtversammlungsmitglied von Usuki, Oita, wurde nun erwischt, wie er Anti-Corona-Impfung-Flyer an Kinder verteilte.

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Zwischen Ende August und Anfang September soll Junichi Wakabayashi an Junior Highschools und Bahnhöfen in Usuki Flyer gegen die Corona-Impfung verteilt haben. Auf den Zetteln wurde hinterfragt, ob die Impfungen überhaupt notwendig sind und ob es sinnvoll ist, Minderjährige zu impfen.

Flyer verursachen zahlreiche Beschwerden

Dazu wurde allgemein angezweifelt, ob die Corona-Impfungen überhaupt effektiv sind. Die Flyer stammen nicht von Watabayashi, sondern wurden von einer Gruppe gedruckt, die Unterschriften sammelte, um die Impfung von Kindern auszusetzen.

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Die Stadt wurde auf die Aktion aufmerksam, nachdem sie und das Versammlungsbüro zahlreiche Beschwerden erhalten hatten. Eltern gaben an, dass ihre Kinder nun Angst hätten und sie durch die Flyer verunsichert werden. Als Reaktion wurde Watabayashi vorgeladen und erhielt eine ernsthafte Warnung.

Watabashi versuchte sich zu rechtfertigen. Er gab an, dass, selbst wenn sich Kinder infizieren, sie nicht schwer krank werden. Anderseits sei die langfristige Sicherheit des Impfstoffs laut ihm unbekannt. Er betonte, dass es die Entscheidung der Elten sein soll, ob sie ihre Kinder impfen lassen. Die Flyer sollten deswegen nur informieren.

Junge Menschen sollten sich impfen lassen

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Watabashi liegt mit seinen Aussagen allerdings sehr falsch. In Japan erkranken zurzeit besonders junge Menschen an dem Virus, da die Delta-Variante bei ihnen aggressiver ist. Vor knapp einer Woche starb der erste Teenager an den Folgen seiner Coronainfektion.

Das sorgte dafür, dass erneut dazu aufgerufen wurde, dass sich Kinder ab 12 Jahren impfen lassen. Zu der Impfung sagt Dr. Toru Takata, dass der Impfstoff sich als Vorbeugung von schwerwiegenden Infektionen als wirksam erwiesen hat. Daten aus dem Ausland zeigen dazu, dass junge Menschen durch die Impfungen nach einer Erkrankung weniger und schwache Folgeerscheinung haben.

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