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Japanisches Unternehmen sorgt mit Liebestrank für Kritik

Bald ist wieder Valentinstag, ein wichtiger Tag für viele Frauen in Japan. An dem Tag der Liebe schenkt sie nämlich ihren Geliebten Schokolade, um ihre Zuneigung zu zeigen. Viele Unternehmen bieten deswegen schon jetzt besondere Schokolade oder andere Kleinigkeiten zum verschenken an. Dessoushersteller Peach John hat sich allerdings etwas Skurriles ausgedacht und bietet seit letztem November einen Liebestrank an.

Peach John’s sorgte in der Vergangenheit bereits positiv für Aufsehen mit Unterwäsche zu Sailor Moon, One Piece und Evangelion. Das aktuelle Angebot sorgt nun jedoch für Kritik. Der besagte Liebestrank ist simpel unter Love Potion im Onlineshop zu finden. In der Beschreibung heißt es, dass das Pulver die Gefühle der Leidenschaft weckt und für Männer und Frauen geeignet ist. Das braune Pulver selbst besteht aus Kakao, Maca, Mucuna und Dextrin.

Obwohl das alles weniger seriöser klingt und der Liebestrank vermutlich nicht das gewünschte Ergebnis bringt, hagelt es aktuell Kritik. In der Beschreibung gibt es nämlich den Verweis, dass der Nutzer seinem Liebsten das Pulver heimlich unterjubeln soll. Direkt gibt es sogar Tipps, den Liebestrank in Bonbons oder anderes Essen zu mischen. Während das „Opfer“ ahnungslos den Liebestrank isst, können die Käufer dann in Ruhe die Wirkung beobachten.

Empörung wegen der Anwendungstipps

Auf Twitter schreibt Peach John ebenfalls, dass Käufer das Pulver heimlich ins Essen mischen sollen. Online kamen die Tipps jedoch alles andere als gut an. Einige warfen dem Unternehmen sogar vor, mit dem Text keinen Liebestrank anzubieten, sondern eine Vergewaltigungsdroge. Allgemein sagten viele, dass es nicht okay sei, jemandem etwas heimlich unter das Essen zu mischen.

Als Versuch die Anweisung etwas zu entschärfen, veröffentlichte das Unternehmen zusätzlich Videos und Rezepte zu dem Liebestrank. Ebenfalls gab es den Hinweis, das Pulver in ein Getränk zu mischen und im Beisein zusammen zu trinken, um die Romantik zu erhöhen. Unterschwellig wurde damit impliziert, dass das Pulver eher als kleiner Scherz für Verliebte gedacht ist. Die Ergänzungen halfen jedoch nicht und Peach John reagierte am 9. Januar.

Das Unternehmen entschuldigte sich und bedauerte es sehr, dass sie viele Kunden mit dem Produkt beleidigten. Sie nahmen die Kritik wahr und entfernten die kritischen Stellen in der Beschreibung. Zusätzlich stoppten sie den Verkauf von dem Liebestrank bis auf Weiteres. Ob er noch mal zum Valentinstag erhältlich ist, bleibt fragwürdig.

Quelle: Mainichi Shimbun

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