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Japanisches Unternehmen verbietet seinen Angestellten das Rauchen

Im Vergleich zu vielen anderen Ländern sind die japanischen Vorschriften was das Rauchen angeht ziemlich liberal. In Deutschland ist das Rauchen in der Öffentlichkeit inzwischen nur noch in speziellen Bereichen erlaubt, in Japan kann man zur Zeit noch überall zum Glimmstängel greifen.

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Diese Einstellung beginnt sich allerdings langsam zu wandeln, denn immer mehr Menschen sprechen sich gegen die Gefahren des Rauchens, auch des Passiv-Rauchens, aus. Vor allem die Geruchsbelästigung und die gesundheitlichen Auswirkungen zwingen die Leute zum Handeln. Viele fordern inzwischen seitens der Regierung strengere Vorschriften für Raucher, aber auch einige japanische Unternehmen starten eigene Kampagnen gegen das Rauchen. Dabei verbieten sie ihren Angestellten nicht nur den Tabakgenuss im Büro, auch auf dem Weg zum Arbeitsplatz sollen die Zigaretten aus bleiben.

Die Skylark Group betreibt drei der beliebtesten Restaurant-Ketten Japans. Im Hauptsitz in Tokio sind ungefähr 300 Mitarbeiter angestellt. Wie viele Unternehmen besitzt auch die Skylark Group Raucherzonen außerhalb des Gebäudes und erlaubt seinen Angestellten auf dem Dach zu rauchen. Dies wird sich allerdings bald ändern, denn ab Ende Dezember gilt ein striktes Rauchverbot im gesamten Gebäude.

Das Verbot gilt auch für das gesamte Gelände der Skylark Group. Selbst auf dem Weg zum nächsten Bahnhof oder zur Bushaltestelle sind Zigaretten nicht erlaubt. Also selbst wenn sich die Mitarbeiter außerhalb des Firmeneigentums aufhalten, dürfen sie nicht rauchen. Dasselbe gilt für das Wochenende und für Feiertage.

Raucher ohne Zigarette
Bild: すしぱく / Pakusato

Die Mehrheit der Führungsetage hat sich bereits als Nichtraucher geoutet. Bereits 2014 hat man in dem Unternehmen dem Rauchen den Kampf angesagt. Das neue Verbot ist jetzt die nächste Stufe in dieser Entwicklung. Auf diese Weise soll die Gesundheit der Mitarbeiter verbessert und auf lange Sicht das Rauchen vollständig abgewöhnt werden. Oftmals treffen sich die Kollegen vor dem nächsten Convenience Store um zusammen zu rauchen, sodass die Türbereiche der Läden immer sehr eingenebelt sind. Dieses Passiv-Rauchen gefährdet allerdings auch alle anderen Kunden des Shops und vorbeikommende Passanten.

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So streng diese Regeln auf dem ersten Blick auch aussehen mögen, erwägt die Skylark Group aktuell keine Strafen oder Disziplinarmaßnahmen für Mitarbeiter, die sich nicht an das Rauchverbot halten. Wer erwischt wird, muss sich allerdings vor seinem Vorgesetzten erklären und erhält eine Verwarnung, was für viele Mitarbeiter einer indirekten Bestrafung gleichkommt.

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