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Japanisches Walfang-Schiff verlässt das Land zur letzten Mission

Am Freitag verließ ein Walfang-Schiff einen Hafen in Westjapan. Es brach zur letzten Forschungsreise auf, bevor Japan sich aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) zurückzieht. Das Team führt somit zum letzten Mal ein wissenschaftliches Forschungsprogramm durch, ehe Japan ab Juli wieder mit dem kommerziellen Walfang beginnt.

Die Nr. 7 Katsu Maru von Taiji, Präfektur Wakayama, reiste von einer Stadt ab, die bekannt für ihre Walfang- und Delfinjagdkultur ist. Zwischen April und Juni schließt sich dieses Schiff mit mehreren anderen zusammen, um Zwergwale zu fangen. Ihre Mission ist es, 80 Wale vor den Präfekturen Miyagi und Aomori im Nordosten Japans und weitere 47 Wale vor Abashiri auf der nördlichsten Insel des Landes zu fangen. Von diesen Tieren sollen sie jedoch nur Daten wie das Alter und die Größe sammeln. Alles zu Forschungszwecken.

Das Taji-Schiff hat mit dieser Fahrt jedoch nicht seine letzte gemacht. Es ist lediglich die letzte Forschungsmission, zu der es aufbricht. Denn voraussichtlich ist die Taji ab 1. Juli auch Teil der Schiffe, die für den kommerziellen Walfang eingesetzt werden. Und Japan will nach dem offiziellen Austritt aus der IWC nicht lange warten. Denn nur einen Tag nach dem Rückzug am 30. Juni beginnen sie mit ihrem geplanten Fang-Programm. Zum ersten Mal seit 31 Jahren. Das Schiff soll dann Minkewale jagen. Zu diesem Zweck entfernte es sich etwa eine Woche von den Stützpunkten in Kushiro (Hokkaido) oder Hachinohe (Aomori). An diesen Orten lassen sich die gefangenen Tiere weiterverarbeiten.

Japan entscheidet sich offiziell für kommerziellen Walfang

Ob dieses Vorhaben und der Austritt Japans aus der IWC wirklich gut und richtig ist, ist ein heiß diskutiertes Thema. Doch vor allem mit Blick auf die Wale lässt sich schnell sagen, dass diese Entscheidung des Landes fatale Folgen haben könnte. Denn beginnt Japan wieder den kommerziellen Walfang, so kann dies das Aussterben der Tiere zufolge haben.

Selbst nach Eintritt beim IWC und nach der Verabschiedung des Moratoriums 1982, das kommerziellen Walfang verbietet, stoppte Japan die Fänge nicht. Sie jagten weiter Wale für das, was sie seit 1987 als „wissenschaftliche Forschung“ bezeichnen. Für dieses Vorgehen werden sie seit jeher international kritisiert. Und nun ist selbst mit dieser Zurückhaltung Schluss. Tokyo hatte die IWC im Dezember von ihrem Rückzug in Kenntnis gesetzt. Dies war die Reaktion auf die Ablehnung ihres Vorschlages, den kommerziellen Walfang wieder aufnehmen zu dürfen, während sie noch Mitglieder der IWC sind.

Quelle: Kyodo

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