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Kosten für Geburten übersteigen die Beihilfe

Japans ältere Generationen sollen sich an den Kosten für Geburten beteiligen

Da die Geburtenrate in Japan immer schneller sinkt, gibt es in der Regierung Überlegungen, die einmalige Geburtenzulage zu erhöhen. Finanziert werden soll diese Erhöhung teilweise von den älteren Generationen.

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Japans Premierminister Fumio Kishida kündigte an, dass seine Regierung die Geburtenzulage ab dem nächstem Steuerjahr deutlich erhöhen will. Für die Regierung ist es allerdings nicht leicht, Wege zu finden, um dies auch zu finanzieren.

Beihilfe für Geburten decken nicht mehr die tatsächlichen Kosten

In Japan werden den Eltern in der Regel 420.000 Yen (ca. 2.981 Euro) nach einer Geburt gezahlt.

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Nach dem derzeitigen System müssen Menschen ab einem Alter von 75 Jahre keine Beiträge zur Deckung der Kosten bezahlen, da diese unter anderem von der staatlichen Krankenversicherung oder von Krankenversicherungen, die von Unternehmen für die Mitarbeiter eingerichtet wurden, finanziert werden.

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Da die Geburtenrate in Japan aber immer schneller sinkt, will die japanische Regierung zu einem System übergehen, bei dem die Kosten von allen Generationen gemeinsam getragen werden. Denn mittlerweile beginnen die Kosten für die Geburt eines Kindes die Beihilfe zu übersteigen.

In einigen Großstädten müssen Frauen mehrere hunderttausend Yen zahlen, um die tatsächlichen Kosten vollständig zu decken, da die Beihilfe nicht ausreicht.

Das japanische Gesundheitsministerium plant nun Gespräche über eine detaillierte Überprüfung der Beihilfe auf breiter Basis aufzunehmen.

Krankenkassenbeiträge bei älteren Generationen werden sich erhöhen

Die Regierung plant, die zusätzliche Finanzierung über das Krankenversicherungssystem für ältere Menschen zu sichern und hofft dabei auf Verständnis der betroffenen Generationen. Gleichzeitig sollen auch andere Quellen angezapft werden, um zusätzliche Mittel zu beschaffen.

Geplant sind unter anderem, dass Betriebskrankenkassen aufgefordert werden, mehr Mittel für die Beihilfe bereitzustellen, um sicherzustellen, dass Menschen im erwerbsfähigen Alter einen Teil der Kosten tragen. Zudem wird überlegt, die Beiträge für die Krankenversicherung von älteren Generationen anzuheben.

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