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Erster Plan wurde bereits wegen zu hoher Kosten gestrichen

Japans alternativer neuer Plan fürs Raketenabwehrsystem könnte noch teuer werden

Seit Jahren arbeitet Japan daran ein neues Raketenabwehrsystem im Land aufzustellen. Nachdem Mitte des Jahres ein landbasiertes System gescheitert war, soll es nun eins auf dem Wasser geben. Das könnte jedoch deutlich teurer werden als beim ersten Projekt.

Zurzeit plant Japan zwei fortschrittliche Aegis-Zerstörer zu bauen, die mit dem Aegis Raketenabwehrsystem ausgestattet sind. Laut einer sachnahen Quelle sollen dabei die Kosten für das Projekt bei mehr als vier Milliarden Euro liegen. Die Zahl stammt wohl von zwei Unternehmen, die von der Regierung für die Schätzung beauftragt wurde.

Landbasiertes Raketenabwehrsystem wurde bereits als zu teuer empfunden

Nicht enthalten in der Schätzung sind die Kosten für die Schiffe, die 30 Jahre später anfallen. Es könnte deswegen sein, dass zusätzliche Kosten die Summe auf umgerechnet 5,4 Milliarden Euro erhöhen werden. Die Einführung der Schiffe selbst wird vermutlich mindestens fünf Jahre dauern.

Mehr zum Thema:  Japan besorgt über mangelnde Verteidigungsmaßnahmen

Der alternative Plan wäre damit deutlich teurer als das ursprüngliche landgestützte System. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag wurde der Verteidigungsminister Nobuo Kishi nach den angeblichen Kosten für das Projekt gefragt. Er bestätigte die Zahlen dabei nicht, gab aber an, dass sie interne Berichte auswerten und an öffentlichen Erklärungen arbeiten.

Nach dem ersten Plan sollten sich die Kosten für das Aegis Ashore nur auf etwa 3,2 Milliarden Euro belaufen. Für die Regierung war das jedoch zu viel und in Kombination mit technischen Problemen sowie den Protesten in den Gemeinden, wo das System stehen sollte, wurde mit den USA nach einer Alternative gesucht.

Endgültige Entscheidung dauert noch

Bisher wurden drei Alternativen für ein seebasiertes Raketenabwehrsystem von dem Verteidigungsministerium vorgeschlagen. Ein Vorschlag ist es, bereits bestehende Schiffe aus dem privaten Sektor umzubauen, damit sie das Aegis System aufnehmen können. Dazu sollen dedizierte Plattformen auf dem Meer gebaut werden.

Auch wenn noch viele Fragen unbeantwortet sind, will das Ministerium noch Ende des Jahres die Möglichkeiten eingrenzen. Ob sie dabei schon eine endgültige Entscheidung treffen wollen, ist nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass die Regierung weiterhin an einem Raketenabwehrsystem festhalten will, da unter anderem Nordkorea weiterhin eine große Bedrohung darstellt.

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