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Japans Anti-Hitzemaßnahmen für die Olympischen Spiele wegen warmem Winter gefährdet

Stadt gibt noch nicht auf und hofft weiter auf besseres Wetter

Dieses Jahr finden die Olympischen Spiele in Tokyo statt. In diesem Zeitraum, im Juli, soll es allerdings besonders in der Großstadt sein. Aus dem Grund erstellten die Organisatoren und die Regierung bereits Maßnahmen gegen die Hitze. Eine von ihnen ist nun jedoch gefährdet, weil Japan aktuell einen sehr warmen Winter hat.

Die Präfektur Niigata soll nämlich für das Event Schnee liefern, damit sich Besucher und Sportler abkühlen können. Genauer sollte das kühle Nass aus der Stadt Minamiuonuma kommen, die im Herzen des sogenannten Schneelands liegt. Von dem Namen ist aktuell allerdings wenig zu spüren, Schnee gibt es nämlich kaum.

Stadt kann nur beten und hoffen

Am 21. Januar waren es gerade Mal 15 Zentimeter an der Lagerstelle der Stadt. Im Vergleich dazu gab es im letzten Jahr 1,5 Meter an der gleichen Stelle. An zehn Tagen hat es diesen Januar gar nicht geschneit und durchschnittlich fallen gerade Mal zehn Zentimeter. Das gesteckte Ziel für die Olympischen Spiele scheint da unmöglich. Die Stadt soll eigentlich fünf Meter Schnee zwischen Ende des Winters und den Spielen im Juli lagern.

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Anschließend wollten sie den Schnee mit Transportern in Gefrierbehältern zu den Fußballstadien und Baseballfeldern in Saitama gebracht werden. Dort sollte er als natürliche Klimaanlage in Zelten den Besuchern Abkühlung bescheren und vor der tödlichen Hitze schützen. Ebenfalls sollten kleine Mengen des Schnees in Beuteln den Zuschauern als Kühlpacks ausgehändigt werden.

Viel ändern kann die Stadt an der Situation jedoch nicht. Ein Stadtbeamter erklärte, dass sie nur zum Himmel beten können. Der Leiter der Abteilung für das Projekt muss ebenfalls dem schmelzenden Schnee zuschauen. Es sei laut ihm das erste Mal, dass sie zum Jahresbeginn keinen Schnee sammeln können. Eigentlich hatte man gehofft, dass man Menschen weltweit den Schnee der Stadt zeigen könne und so auf sich aufmerksam macht.

Bis jetzt hat Minamiuonuma keinen Plan, wie sie gegen das Problem vorgehen können. Ein Mitarbeiter gab dazu an, dass sie noch nicht aufgegeben haben und weiter auf Schnee hoffen. Es gibt allerdings schon die Überlegung möglicherweise im Notfall Schnee von anderen Regionen in der Nähe zu holen. Das würde jedoch die Transportkosten deutlich steigern. Die Wetterbehörde kann hingegen den Menschen keine große Hoffnung machen, in der Region soll es für die nächsten Wochen ebenfalls kaum Schneefall geben.

MS

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