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Japans Astronomen lehnen Arbeit mit dem Militär dauerhaft ab

Das japanische Verteidigungsministerium arbeitet seit einer Weile daran, dass sich das Militär mehr mit dem Weltraum befasst. So war unter anderem die Rede von Verteidigungsmaßnahmen gegen Waffen aus dem Weltraum. Für ein derartiges Vorhaben benötigt es jedoch Experten, wie Astronomen. Die Astronomical Society of Japan gab am Samstag nun jedoch bekannt, dass sie niemals mit dem Militär zusammenarbeiten will.

In dem offiziellen Statement erklären die Mitglieder ihre drastische Entscheidung. Projekte, die den Frieden und die Sicherheit gefährden, sind für sie unter keinen Umständen akzeptabel. Genauer schreiben die Mitglieder, dass sie eine soziale Verantwortung besitzen und mit ihrer Forschung Frieden und Bildung fördern wollen.

Schon 2015 war bekannt, dass das Verteidigungsministerium an einem Weltraumprogramm arbeitet. Die Vereinigung war sich jedoch unsicher, wie sie reagieren sollte. Einige aktuelle Technologien der Forscher lassen sich nämlich durchaus für den militärischen Gebrauch umrüsten. 2017 gaben anschließend einige Mitglieder beim Science Council of Japan an, dass die Vereinigung ihr altes Statement erneuern will. Schon vor einigen Jahren versprachen die Forscher nämlich schon, nie für das Militär zu arbeiten.

Junge Forscher sind für eine Zusammenarbeit

Nun knapp drei Jahre später entschieden sie sich für das deutliche Statement, das dem Ministerium vermutlich weniger gefällt. Gleichzeitig hat die Entscheidung ebenfalls Konsequenzen für die Forscher. Das militärische Programm verspricht Studien zur Entwicklung von Verteidigungsgeräten nämlich ausreichend finanzielle Mittel. Aus dem Grund herrscht immer noch etwas Uneinigkeit bei den Mitgliedern.

Vor allem junge Forscher argumentierten, dem Programm beizutreten, da aktuell die Mittel für Forschungen ziemlich gering sind. Weiter gaben sie an, dass sie mit ihrer Arbeit zur Nationalsicherheit beitragen sollen, da sich die globale Lage deutlich veränderte. Besonders China mit seinen hochmodernen Technologien sieht Japan als Gefahr an.

Vor allem die Generation, die den Krieg erlebte, sieht die Situation allerdings ganz anders und möchte keine Zusammenarbeit. Vorstand Kazunari Shibata erklärte, dass es die Aufgabe eines jeden Wissenschaftlers sei, die Auswirkungen all ihrer Forschungen abzuwägen. Wenn die Möglichkeit besteht, dass sie Auswirkungen auf den Frieden haben, sind sie nicht tauglich.

Quelle: NHK

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